Bönen in Nordrhein-Westfalen Anwohner entdeckt Königspython in Mülleimer – und macht erstmal ein Foto

Von dpa

Die Königspython ist eigentlich in West- und Zentralafrika heimisch. Foto:dpa/Polizei UnnaDie Königspython ist eigentlich in West- und Zentralafrika heimisch. Foto:dpa/Polizei Unna

Bönen. Als der Mann seinen Müll entsorgen wollte, sah er zwischen Plastiktüten eine etwa einen Meter lange Schlange.

Beim Müllwegbringen ist in Bönen ein Hausbewohner auf eine Königspython gestoßen. Das etwa einen Meter lange Tier kauerte zwischen Plastiktüten in der Mülltonne auf dem Parkplatz, wie die Kreispolizeibehörde Unna am Dienstag mitteilte. Der überraschte 30-Jährige wollte den Schilderungen zufolge auf Nummer sicher gehen, schaute ein zweites Mal in die Tonne hinein, machte von dem Fund am Montagabend ein Foto und informierte die Polizei. 

Ein hinzugezogener Schlangenexperte nahm das Tier mit Einverständnis der Behörden vorübergehend auf. Die Schlange sei noch am Montagabend gereinigt worden und habe sich laut dem Experten anschließend schnell erholt.

Halterin meldet sich bei der Polizei 

Die Polizei vermutete zunächst, dass die lebende Königspython im Mülleimer "entsorgt" wurde und stellte Strafanzeige gegen den unbekannten "verantwortungslosen" Halter. Am Dienstagmittag meldete sich jedoch die Besitzerin der Schlange bei der Polizei. Sie gehe nach dem Fund in der Nachbarschaft davon aus, dass die Königspython in ihren Hausmüll geschlängelt ist. Da sie ihren Müll regelmäßig entsorge, müsse das darin unbemerkte Tier auf diesem Weg dann in die große Mülltonne geraten sein. 

Die ungiftige Würgeschlange, die eigentlich in den tropischen Regionen West- und Zentralafrikas heimisch ist, sollte den Polizeiangaben zufolge an die Frau zurückgegeben werden.

Zuletzt hatte eine giftige Monokelkobra in Herne für Aufregung gesorgt. Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses hatten für Tage ihre Wohnungen räumen müssen, bis die hochgiftige Schlange eingefangen wurde. 

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