Zahlreiche Einsätze während Blasheimer Markt Schlägereien und ein Biss in die Wade: Viel zu tun für die Polizei beim "Blama"

Die Polizei musste auf dem Blasheimer Markt einige Male eingreifen. Symbolfoto: Jörn MartensDie Polizei musste auf dem Blasheimer Markt einige Male eingreifen. Symbolfoto: Jörn Martens

Blasheim. Für die Polizei gab es beim 450. Blasheimer Markt wieder einiges zu tun. Am Ende landeten fünf Personen in der Polizeizelle, die Beamten wurden zu sieben Schlägereien gerufen und ermitteln wegen zwei mutmaßlicher Sexualdelikte. Einem Polizisten wurde sogar von einem Randalierer ins Bein gebissen. Dennoch zieht der Leiter der Lübbecker Wache eine positive Bilanz.

Denn: Im Vergleich zum Vorjahr verlief die viertägige Großveranstaltung insgesamt ruhiger, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. So landeten statt 14 im vergangenen Jahr auch nur fünf Personen in der Polizeizelle. Die Einsatzkräfte sprachen zudem 15 Platzverweise aus, beruhigten mehrere Randalierer und kümmerten sich um sechs hilflos wirkende Besucher. Außerdem wurden die Polizisten zu sieben Schlägereien gerufen. Zwei mutmaßliche Sexualdelikte beschäftigten die Beamten, die zudem Anzeigen wegen Körperverletzungen, Diebstahl und Sachbeschädigung aufnahmen. (Weiterlesen: Warum der Blasheimer Markt Jahr für Jahr die Massen anzieht)

Alkoholisierter beißt Polizisten in Wade

Für einen Polizisten war der Einsatz etwas schmerzhaft. Die Beamten mussten eingreifen, nachdem ein alkoholisierter 57-Jähriger in einem der Marktbusse massiv Fahrgäste angepöbelt hatte. Da der Lübbecker dem Rauswurf des Fahrers und später den Anweisungen der Polizisten nicht nachgekommen war, griffen diese ein. Der Mann trat und schlug nach ihnen und biss einem der Beamten in die Wade. Auch nachdem die Polizisten ihm Handschellen angelegt hatten, beruhigte sich der Marktbesucher nicht. Er beleidigte die Beamten wiederholt und versuchte diese zu bespucken. Außerdem beschädigte er einen Streifenwagen durch Fußtritte. Dem Lübbecker wurde eine Blutprobe entnommen. Auf den Mann kommt jetzt ein Ermittlungsverfahren zu.

In derselben Nacht erhielt die Polizei zudem den Hinweis auf eine größere Ansammlung von Jugendlichen, die möglicherweise Streit suchten. Das erwies sich jedoch als Fehlinformation. (Weiterlesen: Gabriel fordert beim "BlaMa"-Volksfest mehr Zusammenhalt)

13-Jährige stark alkoholisiert ins Krankenhaus

Gewaltsam hingegen wurde ein Mann bei Alkoholkontrollen im Umfeld des Festgeländes. Der 45-Jährige saß angetrunken hinter dem Steuer seines Wagens, an dem nicht zugelassene Kennzeichen angebracht waren. Als der Mann für eine Blutprobe mit zur Wache mitgenommen werden sollte, widersetzte er sich den Beamten gewaltsam. 

Zusammen mit Mitarbeitern des Jugend- und Ordnungsamts führte die Polizei Jugendschutzkontrollen durch. Dabei wurden laut Mitteilung jedoch kaum Verstöße festgestellt. Allerdings musste ein 13-jähriges Mädchen in der Nacht zu Sonntag stark alkoholisiert in die Kinderklinik nach Minden gebracht werden.


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