Polizei fahndet weiter nach Hallenmieter Speed in Preußisch Oldendorfer Drogenlabor hergestellt

Von dpa

Bei einem Feuerwehreinsatz wurde das Drogenlabor in Preußisch Oldendorf zufällig entdeckt. Foto: Sandra KnautheBei einem Feuerwehreinsatz wurde das Drogenlabor in Preußisch Oldendorf zufällig entdeckt. Foto: Sandra Knauthe

Preußisch Oldendorf/Düsseldorf. Ende April hat die Feuerwehr bei einem Einsatz in Preußisch Oldendorf zufällig zehn Tonnen Chemikalien in einer Halle gefunden. Jetzt ist klar: Daraus wurde in industriellem Stil Amphetaminöl hergestellt, Grundstoff für synthetische Drogen. Es soll sich um das größte Drogenlabor Deutschlands handeln.

Nach dem zufälligen Fund von zehn Tonnen Chemikalien und 70 Gasflaschen in einer Lagerhalle im ostwestfälischen Preußisch Oldendorf gehen die Ermittler davon aus, dass es sich um eine illegale Fabrik für Amphetaminöl handelte. Das geht aus einem vertraulichen Bericht an den am Donnerstag tagenden Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags hervor.

Herstellung in industriellem Ausmaß

Ursprünglich war die Feuerwehr wegen eines Kabelbrandes mit starker Rauchentwicklung zu der 680 Quadratmeter großen Halle ausgerückt. Innendrin fand man die Chemikalien. Die Ermittler hatten schnell den Verdacht, dass es sich um ein Drogenlabor handeln könnte. Die Herstellung des Amphetamin-Öls fand laut dem Bericht des Innenministers im industriellen Ausmaß statt. Amphetaminöl ist die Grundlage für synthetische Drogen wie zum Beispiel Speed.

Nachtlager gefunden

In einem Raum sei noch ein Nachtlager für fünf Personen gefunden worden, heißt es in dem Bericht. Bereits bekannt war, dass beim Eintreffen der Feuerwehr zwei Männer in einem Auto geflüchtet waren. Die Halle war seit März 2019 vom Mieter ohne schriftlichen Vertrag an einen Mann untervermietet worden, von dem der ursprüngliche Hallenmieter nur Vor- und Zuname kenne. Die Fahndung nach diesem Mann laufe, so der Bericht.


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