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Szenen wie aus dem Actionfilm Wilde Verfolgungsjagden: Großfamilien gehen in NRW aufeinander los

Von dpa

Die Polizei nahm mehrere Festnahmen vor. Foto: imago images/Andreas GoraDie Polizei nahm mehrere Festnahmen vor. Foto: imago images/Andreas Gora

Köln/Unna/Kamen. In Kamen und Unna kam es zur wilden Verfolgungsjagden verfeindeter Großfamilien. Auch in Köln gingen bis zu 20 Personen am Freitagabend aufeinander los.

Mitglieder einer Großfamilie haben in Unna und Kamen Angehörige eines verfeindeten Clans in Autos verfolgt und bedroht. Die beiden Fälle ereigneten sich am Freitagmittag zeitlich parallel, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Verfolgten seien auch mit Schusswaffen bedroht worden. Verletzt wurde niemand. 

Flucht zur Polizeiwache

Demnach wurde in Unna ein 36 Jahre alter Autofahrer von einem Wagen bedrängt und in einem Kreisverkehr zum Halten gezwungen. Zwei Kontrahenten seien ausgestiegen und hätten mit einem Baseballschläger auf das Auto des 36-Jährigen eingeschlagen. Als er in seinem Wagen flüchten wollte, rammte ihn ein weiteres Fahrzeug. Beide Autos verfolgten den Mann, der schließlich in einer Polizeiwache Zuflucht fand.

Ähnliche Vorfälle in Kamen

Zur selben Zeit wurde ein 31 Jahre alter Autofahrer in Kamen Opfer einer Verfolgung. Dort versuchten Insassen eines schwarzen Wagens ihn abzudrängen. Während der Fahrt hätte ein Mitfahrer ebenfalls mit einem Baseballschläger auf das Auto des Verfolgten eingeprügelt, hieß es.

Die Polizei nahm bei den Einsätzen sechs Beteiligte vorläufig fest. Sie gehören den Angaben nach zu einer seit Jahren mit einem anderen Clan in eine Fehde verstrickten Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien. Gegen die Festgenommenen laufen Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Beamten stellten zudem die Fahrzeuge sowie diverse Schlag-, Hieb- und Stichwaffen sicher.

Auch in Köln Großfamilienstreit

Ein Streit unter Mitgliedern zweier Großfamilien ist am Freitagabend in Köln derart eskaliert, dass fünf Beteiligte schwere Verletzungen erlitten haben. Einer von ihnen sei mit einem Messer niedergestochen worden. Die Streitenden seien auch mit Stöcken als Tatwaffen aufeinander los gegangen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. 

Mehrere Festnahmen

Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei nahm mehrere Personen in Gewahrsam. Worum es bei dem Streit ging, wurde nicht bekannt. Die etwa 15 bis 20 Personen hätten sich auf offener Straße geprügelt, hieß es. Zu den Nationalitäten der Beteiligten konnte die Polizei am Samstag keine Angaben machen.  

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