Mit 160 km/h durch die Stadt BMW- und Audifahrer liefern sich illegales Autorennen in Bielefeld

Von PM und Jörg Sanders

Symbolfoto: dpaSymbolfoto: dpa

Bielefeld. Mit 160 statt 60 km/h durch die Stadt: In Bielefeld haben sich am Mittwoch zwei Autofahrer mutmaßlich ein illegales Autorennen geliefert. Einen Fahrer schnappte die Polizei.

Gegen 1.35 Uhr war der Polizei ein Fahrer mit seinem 7er-BMW aufgefallen, der auf dem Südring stark beschleunigt hatte und kurz vor dem festen Blitzer auf die erlaubten 60 km/h herunterbremste, teilte die Polizei mit. An der nächsten roten Ampel stand ein Audi A4. Als die Ampel auf Grün umschaltete, gaben beide Fahrer kräftig Gas. Das wiederholte sich an der nächsten grünen Ampel.

Audifahrer provoziert Unfall

Auf dem zweispurigen Ring wechselte der Fahrer des Audi bei etwa 110 bis 120 km/h kurz vor dem BMW auf die rechte Spur. Der BMW-Fahrer musste stark abbremsen, um einen Unfall zu vermeiden. Mit bis zu 160 km/h fuhren die beiden durch die Stadt – 100 km/h mehr als erlaubt.

Den Audi verloren die Beamten aus den Augen, stoppten aber den BWM. Der 27-jährige Fahrer bestätigte, von dem Audifahrer ausgebremst worden zu sein, bestritt aber ein Rennen.

Dennoch ermittelt die Polizei nun gegen beide Fahrer wegen der Teilnahme an einem solchen illegalen Rennen.

Mordurteil nach tödlichem Raserunfall

Erst kürzlich hatte das Landgericht Berlin zwei Teilnehmer eines illegalen Autorennens mit einem unbeteiligten Toten zu erneut wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Sie hatten rund drei Jahren einen 69-Jährigen in seinem Jeep bei einem Unfall getötet.

Foto: dpa/Britta Pedersen

Gericht enteignet Motorradfahrer

Ein Hamburger Gericht hatte gerade erst einen Motorradfahrer enteignet. Weil er mit 226 statt 100 km/h auf der A7 unterwegs gewesen war, verurteilte das Gericht ihn zu 2600 Euro Geldstrafe. Der Führerschein ist weg und: Das Gericht nahm ihm das Motorrad weg. Es wird nun versteigert.

Die härtere Bestrafung von Rasern ermöglich der recht neue Paragraf 315d im Strafgesetzbuch „Verbotene Kraftfahrzeugrennen“. Seither ist Rasen nicht nur noch ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung, sondern eine Straftat, die mit Gefängnis bestraft werden kann. Mit Paragraf 315f wird ferner die Enteignung ermöglicht.


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