Von Joris bis Onkel Wilhelm 31. Jazz Fest beginnt am 27. April in Gronau

Als einer der weltbesten Gitarristen gilt John McLaughlin. Nach 2010, als dieses Foto entstand, kommt er wieder zum Jazz Fest Gronau, das am Freitag beginnt. Foto: Hartmut SpringerAls einer der weltbesten Gitarristen gilt John McLaughlin. Nach 2010, als dieses Foto entstand, kommt er wieder zum Jazz Fest Gronau, das am Freitag beginnt. Foto: Hartmut Springer

Gronau. Die Spannbreite des Jazz Fests in Gronau reicht in diesem Jahr von Onkel Wilhelm‘s Jazz Kapelle bis Joris. Letzterer eröffnet das Festival am Freitag, 27. April. An ihm wird deutlich, dass die Gronauer es längst geschafft haben, für Nachwuchs zu sorgen.

„Unsere programmatischen Ausflüge sind seit vielen Jahren kennzeichnend für die Programmbreite“, sagt Festival-Mitbegründer Otto Lohle im Gespräch mit der Redaktion. Die Intention, ein neues Publikum zu erschließen, ist aufgegangen. Die Jazz-affinen Musikfreunde zwischen 30 und 65 Jahren kommen nun ebenso zum Jazz Fest wie 20- bis 30-jährige Besucher. Dies ergaben Analysen des digitalen Ticketverkaufs, so Lohle.

Kostenlose Unterhaltung in der Innenstadt

Viele Besucher werden aber auch immer wieder vom kostenlos angebotenen Programm am zweiten Jazzfest-Wochenende angelockt, das viele Besucher ohne jegliche musikalische Kenntnis genießen können, so Lohle weiter. In diesem Jahr spielen vom 3. bis 5. Mai Gruppen wie Dr. Ring Ding, die Balkan Boys oder die New Orleans Brass Connection auf mehreren Bühnen in der Gronauer Innenstadt.

Trotz der Ausflüge in andere Genres, vergessen die Macher des Festivals den eigentlichen Jazz nicht, sagt Lohle. Deutsch-Pop und Verwandtes bringe dem Fest ein neues und junges Publikum. „Die Besucherstrukturen in den vergangenen Jahren haben sich heftig geändert und wir mussten uns in immer kürzeren Abständen neu aufstellen“, sagt Lohle. Aber nicht nur beim Publikum, auch bei den Musikern tauchen immer neuere und jüngere Gesichter auf: „Swing, Bop und Fusion werden zunehmend mehr von Musikern gespielt, die zwar vom Jazz-Spirit durchdrungen, aber mit Rock und Pop aufgewachsen sind und Genre-und Stilgrenzen eher über Bord werfen. Das ist eine spannende Entwicklung und der muss man als Veranstalter auf jeden Fall Rechnung tragen, wenn man erfolgreich sein will.“

Große Namen in den Hallen

Zwischen 12 000 und 18 000 Besucher kommen durchschnittlich zum Jazz Fest nach Gronau. Angelockt werden sie von großen Namen. In der Vergangenheit spielten Größen wie Al Jarreau, Earth, Wind & Fire oder Gregory Porter dort. In diesem Jahr sind neben Joris am 27. April auch John McLaughlin und Birelli Lagrene am 28. April, Giora Feidman & Gitanes Blondes am 29. April, David Sanborn und Joshua Redman am 1. Mai sowie die Elektron-Funkband Kraak & Smaak am 2. Mai und Level 42 am 4. Mai dabei. Den Abschluss der Hallenkonzerte bildet am 5, Mai das Herbert Pixner Projekt. Der Südtiroler Musiker kreuzt dabei Volksmusik mit zahlreichen anderen Stilen. Er bricht jegliche musikalischen Kategorien auf und ist somit der perfekte Act für das Jazz Fest. Pixner bedient sich beim Blues, bei Rock, der Weltmusik und dem Jazz und vereint damit die moderne Ausrichtung des Jazz Fests Gronau in einem Konzert. „Es kommt auf den Mix an, der unterschiedlichste Strömungen in einem Programm vereint“, sagt Otto Lohle und fügt an: „Dafür stehen wir und das erfolgreich.“

Mehr Infos im Internet unter www.jazzfest.de.

Jazz Fest, div. Orte, Gronau, Sa., 27. 4., bis So., 5. 5., Eintritt: 0 bis 57 Euro. Karten erhältlich unter www.deinticket.de.




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