Teilstück von Künsebeck bis Halle A-33-Lückenschluss rückt mit Freigabe des nächsten Abschnitts näher

Meine Nachrichten

Um das Thema Nordrhein-Westfalen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Nach dem Abschnitt der A33 von Bielefeld bis Steinhagen im April 2018 wird am Freitag, 11. Januar 2019, der nächste Abschnitt eröffnet. Der A-33-Lückenschluss rückt so näher. Foto: dpaNach dem Abschnitt der A33 von Bielefeld bis Steinhagen im April 2018 wird am Freitag, 11. Januar 2019, der nächste Abschnitt eröffnet. Der A-33-Lückenschluss rückt so näher. Foto: dpa

Halle. Am Freitag ist mit dem Abschnitt zwischen Halle und Künsebeck ein weiteres Teilstück der A33 freigegeben worden. Damit rückt der Lückenschluss zwischen der A30 und der A44 wieder etwas näher. Einige Navigationsgeräte wollten Autofahrer bereits in den vergangenen Tagen auf den neuen Autobahnabschnitt leiten.

Die Freigabe des 5,4 Kilometer langen Abschnitts zwischen Künsebeck und Halle ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer durchgehenden Verbindung von der A30 bis zur A44, doch der Akt als solches geht ganz schnell: „Da muss nur eine Bake weggeräumt werden“, sagt Sven Johanning, Sprecher des Landesstraßenbetriebs Straßen NRW. Am Freitag, 11. Januar, war es soweit, knapp sechs Jahre nach Baubeginn im Dezember 2012. Eine große Feier wie noch bei der Freigabe des Abschnitts zwischen den Anschlussstellen Bielefeld-Zentrum und Künsebeck im April des vergangenen Jahres gab es aber nicht.

Noch 7,2 Kilometer fehlen

„Wir feiern, wenn alles fertig ist“, sagt Johanning. Und das ist – Stand heute – in absehbarer Zeit soweit: Es fehlen nur noch 7,2 Kilometer, bis der A-33-Lückenschluss vollzogen ist. Das letzte Stück, der Abschnitt zwischen Halle und Borgholzhausen, soll Ende des Jahres freigegeben werden. „Wir sind gut dabei. Die Fahrbahn ist schon drauf, jetzt ist die Straßenausstattung dran.“ Konkret bedeutet das: Es werden Markierungen aufgebracht, Leitungen verlegt, Schutzplanken aufgebaut und Schutzwände für Fledermäuse sowie Schilder aufgestellt. „Und dann kann man von der A30 bis zur A44 durchfahren“, so Johanning. 


Darauf mussten Auto- und Lkw-Fahrer lange warten. Geplant wird die A33 als Autobahnverbindung bereits seit den 1960er Jahren. In Osnabrück und Paderborn sind einige Abschnitte schon seit Jahrzehnten befahrbar. Im Juli 2007 begannen die Bauarbeiten für den 7,8 Kilometer langen Abschnitt von der A2 bis zum Ostwestfalendamm in Bielefeld. Daran schließt sich der 7,9 Kilometer lange Teil bis zur Anschlussstelle Künsebeck an. Beide sind bereits freigegeben. 

Die Bauphasen

Abschnitt von der A2 bis zum Ostwestfalendamm:
  • Baubeginn im Juli 2007
  • Freigabe im Dezember 2012
Abschnitt vom Ostwestfalendamm bis Künsebeck:
  • Baubeginn im September 2009
  • Freigabe im April 2018
Abschnitt von Künsebeck bis Halle:
  • Baubeginn im Dezember 2012
  • Freigabe im Januar 2019
Abschnitt von Halle bis Borgholzhausen:
  • Baubeginn im Dezember 2012
  • Freigabe geplant für Ende 2019

Das gesamte Projekt kostet mehr als 414 Millionen Euro. 79 Brücken stehen auf dem neuen Abschnitt von Bielefeld bis Borgholzhausen, allein 15 davon auf dem Teil von Künsebeck bis Halle. Darunter unter anderem auch die 70 Meter breite Grünbrücke. (Weiterlesen: Auf diesen Autobahnen in der Region wird gebaut)

Navis wollen Autofahrer bereits darauf leiten

Mit dem Abschnitt, der am Freitag freigegeben worden ist, soll die Verkehrssituation auf der B68 in Halle entlastet werden. Lkw, die bislang aufgrund des in Halle geltenden Luftreinhalteplans über Künsebeck auf die L782 fahren müssen, können künftig von der A33 direkt auf die Landesstraße fahren.

„Es gibt genug Leute, die sich nur auf ihr Navi verlassen.“Sven Johanning

Wie Johanning bestätigte, führten einige Navigationsgeräte die Autofahrer – entgegen der Beschilderung – bereits vor der Freigabe auf das neue Autobahn-Teilstück. Darüber hatte zuerst die Neue Westfälische  berichtet. „Es gibt genug Leute, die sich nur auf ihr Navi verlassen“, sagt Johanning. Auch nach der Eröffnung der Nordumgehung in Bad Oeynhausen vertrauten einige Fahrer auf ihr Navigationsgerät – und landeten fälschlicherweise in einem Industriegebiet. „Es passiert häufig, dass die Daten nach Bauarbeiten entweder zu früh oder zu spät freigegeben werden.“ Tagesaktuell lasse sich die Einspeisung der Daten nicht erledigen: Die Softwarehersteller fragen laut Johanning die Daten bei Straßen NRW ab, fahren dann die neuen Strecken ab, fotografieren die Schilder an der Strecke und digitalisieren diese. Durch Updates gelangen die Daten dann auf die Navis. (Weiterlesen: Mit Video: So sieht die neue A30-Nordumgehung in Bad Oeynhausen aus)

Verzögerungen während des Baus des Abschnitts zwischen Künsebeck und Halle habe es nicht gegeben. Dass sich die ursprünglich für Ende 2018 geplante Freigabe verzögerte, habe an betrieblichen Gründen gelegen: Während der Feiertage sei nicht zu gewährleisten gewesen, dass sich die Straßenmeisterei um eventuell auftretende Kinderkrankheiten hätte kümmern können. In der Zwischenzeit haben sich deren Mitarbeiter aber mit den Gegebenheiten vertraut gemacht.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN