Männer zwischen 55 und 60 Jahren Wirt in Münster erst rassistisch beleidigt und dann angegriffen

Von Corinna Berghahn und PM

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Hinzugerufene Polizisten erteilten den Störenfrieden Platzverweise. Symbolfoto: Friso Gentsch/dpaHinzugerufene Polizisten erteilten den Störenfrieden Platzverweise. Symbolfoto: Friso Gentsch/dpa

Münster. Eine Gruppe Männer zwischen 55 und 60 Jahren hat in Münster einen Wirt erst rassistisch beleidigt, dann ihn und seinen Angestellten angegriffen und danach die Kneipe verlassen, ohne zu bezahlen. Für die zwölf Männer aus dem Münsterland hat das nun ein Nachspiel.

Nach Angaben der Polizei in Münster fühlten sich am Montagabend die übrigen Gäste einer Kneipe am Münsteraner Rosenplatz durch den lauten Gesang und das Verhalten der 55- bis 60-jährigen Besucher aus dem westlichen Münsterland gestört. Der 45-jährige Gastwirt mit türkischen Wurzeln forderte die alkoholisierten Männer daraufhin auf, den Gesang einzustellen. Diese Bitte ignorierten die singenden Gäste und unterstellten ihm, als Moslem keine Weihnachtslieder zu mögen.

Der Inhaber des Lokals verwies die zwölfköpfige Gruppe aus der Gaststätte. Ein 55-jähriger Mann schüttete ihm daraufhin ein Glas Bier über den Kopf, schlug ihm ins Gesicht und schubste ihn zu Boden. Einen Angestellten, der schlichtend eingriff, stießen einige der Männer ebenfalls gegen die Brust und verließen im Anschluss die Bar ohne für die verzehrten Getränke zu zahlen. 

Der 55-Jährige rief dem Wirt als Begründung zu, dass man "Taliban" nicht unterstützen werde. Hinzugerufene Polizisten erteilten den Störenfrieden Platzverweise. Sie müssen sich nun wegen Körperverletzung, Beleidigung und Zechbetrug verantworten.


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