Haftbefehl wegen Totschlags 33-Jähriger in Delbrück erstochen: Verdächtiger festgenommen

Von Manuela Kanies und PM

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Im Fall eines Tötungsdeliktes in Nordrhein-Westfalen wurde ein Haftbefehl gegen einen 28-Jährigen beantragt. Symbolfoto: dpaIm Fall eines Tötungsdeliktes in Nordrhein-Westfalen wurde ein Haftbefehl gegen einen 28-Jährigen beantragt. Symbolfoto: dpa

Osnabrück. Nachdem ein Mann im nordrhein-westfälischen Delbrück an Stichverletzungen gestorben ist, hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft beantragte am heutigen Donnerstag einen Haftbefehl wegen Totschlags gegen den 28-Jährigen. Seine Aussage decke sich nicht mit den Ermittlungen der Polizei.

Am Freitagmorgen, 30. November 2018, wurde in Delbrück im Kreis Paderborn ein 33-Jähriger durch Stichverletzungen so schwer verletzt, dass er starb. Die Suche nach der Tatwaffe blieb bislang erfolglos. Da es bislang wenig Zeugenaussagen zu dem Vorfall gibt, wurde die Suche am vergangenen Mittwoch auf das Wohngebiet am Tatort ausgeweitet. Am Nachmittag nahmen die Polizisten zwei Brüder fest, die aus der Nachbarschaft des Opfers stammen sollen.

Opfer in Notwehr erstochen?

Nach weiteren Untersuchungen wurde einer der Brüder laut Polizei wieder freigelassen. Der andere Tatverdächtige machte bei seiner Vernehmung Angaben zum Tathergang. Dabei räumte der bereits vorbestrafte 28-Jährige ein, das Opfer mit Stichen verletzt zu haben. Bei seiner Aussage berief er sich auf eine angebliche Notwehrhandlung. Laut Polizei deckt sich diese Schilderung nicht mit dem bisherigen Ermittlungsstand der Mordkommission "Spee". 

Die Staatsanwaltschaft Paderborn beantragte einen Haftbefehl wegen Totschlags gegen den 28-Jährigen. Der Tatverdächtige wird am heutigen Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt.


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