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Den Menschen viel gegeben Waldmeyer als Leiter der Evangelischen Jugendbildungsstätte Tecklenburg verabschiedet

Tecklenburg. Was er an Horst Waldmeyer am meisten schätzt? Superintendent Hans Werner Schneider muss nicht lange überlegen. „Seine Gründlichkeit in der Sache, seine offene Art und Weise, mit Menschen umzugehen.“ Schneider hielt gestern den Gottesdienst zur Verabschiedung von Waldmeyer. Nach 33 Jahren als Leiter der Evangelischen Jugendbildungsstätte ging er in den Ruhestand. „Du bist nun frei von dienstlichen Pflichten, bleibst aber im Dienst der Kirche“, sagte der Superintendent.

In seiner Predigt war er darauf eingegangen, dass die „Jubi“ stets ein guter Ort gewesen sei für die Jugendbildung, besonders für Ehrenamtliche. Waldmeyer habe Impulse gesetzt, die sich weiter auswirken würden. Die persönliche Zuwendung und die Vermittlung von Wahrheit, auf diesen Zusammenhang wies Schneider hin. Waldmeyer habe stets erkannt, worauf es ankomme, wenn ein Mensch habe gefördert werden sollen. Viel habe er ihnen mitgegeben.

Viele Wegbegleiter hatten sich in der Jugendbildungsstätte zur Verabschiedung eingefunden. Sie erlebten einen bewegenden, sehr persönlichen Gottesdienst, für den sich Waldmeyer bedankte.

„Solch ein Abschied ist ein wichtiger Moment“, hob er hervor und erinnerte an das Jahr 1978, als die Jugendbildungsstätte eröffnet wurde. „Eine Einführung habe ich nie erfahren“, erzählte er den amüsierten Gästen. „Die Jubi wurde eingeweiht und wir gleich mit. Da ist die Verabschiedung schon etwas aufwendiger.“

Viele lobende Worte gab es für Waldmeyer. „Ein Urgestein geht.“ Landesjugendpfarrer Udo Bußmann erinnerte daran, dass Waldmeyer die Geschicke der Jubi von Anfang an geleitet hat. Die Tecklenburger Einrichtung sei ein besonderer Ort. Dort träfen Schule und Jugendarbeit aufeinander, würden sich gegenseitig bereichern. „Kinder und Jugendliche sind nicht die Zukunft, sie sind die Gegenwart“, betonte Bußmann.

Im Namen des Erwachsenenbildungswerks betonte Antje Rösemann, wie wunderbar es sei, Bildung weiterzugeben. „Du gehst so zufrieden in den Ruhestand, weil du dieses Wunderbare genossen und gefördert hast.“

Joachim Ströver als Vertreter der Bildungsstätten hob hervor, dass Weiterbildung Verlässlichkeit brauche, und dankte für den stets kollegialen Austausch. Ströver überreichte Honig für das Frühstück und eine Flasche Rotwein für den Abend. „Dazwischen liegt nun ganz viel Freiheit und Autonomie.“

33 spannende, ereignisreiche Jahre gingen nun zu Ende, Jahre, in denen die Jugendbildungsstätte zum Inbegriff einer modernen Einrichtung geworden sei. Darauf verwies Tilman Fuchs, Leiter des Kreisjugendamtes: „Sie dürfen stolz sein.“

Horst Waldmeyer hat seinen letzten Arbeitstag am 31. Juli. Sein Nachfolger wird Dirk Schoppmeier aus Westerkappeln, bislang Jugendreferent im Kirchenkreis.


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