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02.12.2018, 15:25 Uhr KOMMENTAR ZUM LÜCKENSCHLUSS

A 33: Planungen beim Autobahnbau müssen schneller gehen

Ein Kommentar von Nina Kallmeier


Das Autobahnschild zeigt es bereits: Der A30-Lückenschluss bei Bad Oeynhausen steht vor Eröffnung. Foto: Friso Gentsch/dpaDas Autobahnschild zeigt es bereits: Der A30-Lückenschluss bei Bad Oeynhausen steht vor Eröffnung. Foto: Friso Gentsch/dpa

Osnabrück. Der Name Bad Oeynhausen steht für viele Autofahrer nicht für einen schönen Kurort, sondern für Stop-and-go im Dauerstau. Ab Dezember soll die Autobahn 30 nicht mehr durch die Stadt, sondern um sie herumführen. Ein Kommentar.

Das glaube ich erst, wenn der Verkehr rollt. Nicht nur unter Bad Oeynhausern ist diese Einstellung zur Nordumgehung Usus gewesen. Immerhin ist es fast 20 Jahre her, dass die Pläne für den so wichtigen Lückenschluss der A30 zum ersten Mal öffentlich ausgelegt wurden. Dass ab dem Wochenende wirklich der Verkehr auf der Autobahn rollen soll, ist somit längst überfällig.

Nicht nur die Bad Oeynhauser ächzen unter den für die 49 000-Seelenstadt überproportionalen Verkehrsströmen mitten durch die Stadt. Auch die Wirtschaft musste sich viel zu lange mit einer Verbindungsstrecke behelfen, die für das Verkehrsaufkommen einfach nicht ausgelegt ist. Dass die Nordumgehung ab Ende der Woche sukzessive geöffnet wird, ist eine Wohltat – nicht nur für Anwohner, sondern auch für Pendler und Logistiker.

Das Projekt ist symptomatisch für etliche Infrastrukturmaßnahmen, die aufgrund von Klagewellen oder Protesten nicht in die Puschen kommen. Erinnert sei an die Fledermaus, die den Lückenschluss der A 33 zwischen Halle und Borgholzhausen bremste. Ob nächstes Jahr wirklich alles fertig ist? Eine Bürgerbeteiligung und auch die Abwägungen von Naturschutz sind richtig und wichtig. Es kann jedoch nicht sein, dass Verfahren sich ziehen und große Projekte jahrzehntelang auf Eis liegen. Damit werden Regionen abgehängt.


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