Straßen.NRW: „Zeitpunkt rückt näher“ Wird die A30-Nordumgehung in Bad Oeynhausen doch bald freigegeben?

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Dieser Bauabschnitt ist bereits fertig. An anderen Stellen der Nordumgehung stehen noch Arbeiten an. Archivfoto: David EbenerDieser Bauabschnitt ist bereits fertig. An anderen Stellen der Nordumgehung stehen noch Arbeiten an. Archivfoto: David Ebener

Bad Oeynhausen. Seit zehn Jahren wird an der Nordumgehung der A30 in Bad Oeynhausen (NRW) gebaut. Fast ebenso lange warten Autofahrer darauf, dass das Verbindungsstück zur A2 endlich freigegeben wird. Nun könnte es bald so weit sein.

An dieser Stelle möchte wohl jeder gerne ein Datum lesen, der regelmäßig aus Richtung Osnabrück kommend auf die A2 oder umgekehrt von dort auf die A30 fährt. Die schlechte Nachricht: Einen konkreten Termin für die Freigabe der Nordumgehung gibt es immer noch nicht. Dafür aber eine gute Nachricht: „Der Zeitpunkt rückt näher“, sagt Tobias Fischer, Bau-Abteilungsleiter bei der Landesstraßenbehörde Straßen.NRW. 

Noch einige Arbeiten notwendig

Derzeit werde die Fertigstellung der Baumaßnahme vorbereitet. Bis der Verkehr über die neue Verbindung rollen kann, muss aber noch einiges passieren. An den beiden letzten Brücken im Löhner Kreuz stehen noch Asphaltierungsarbeiten aus, zudem muss noch das Geländer angebracht werden. Außerdem müssen noch Markierungen aufgebracht, Schilder aufgestellt und Leitplanken montiert werden. (Weiterlesen: Fahrbahn der A30-Nordumgehung in Bad Oeynhausen muss saniert werden)

Warum sich die Fertigstellung verzögert hat

Das Projekt Nordumgehung zehrt an den Nerven der betroffenen Autofahrer und Anwohner. Ursprünglich sollte die neue Verbindung zwischen der A2 und der A30 bereits Ende 2016 fertig werden. Sie soll eine wichtige Verkehrsachse entlasten und Autofahrern zu den Stoßzeiten eine Zeitersparnis von 20 bis 30 Minuten bringen. Derzeit quälen sich täglich bis zu 50.000 Autos durch Bad Oeynhausen, der Verkehr staut sich ständig, immer wieder passieren Unfälle. Doch ein Gerichtsverfahren verzögerte den Weiterbau. In dem einjährigen Verfahren ging es um einen Formfehler bei der Vergabe der Bauarbeiten. Im ursprünglichen Vertrag festgesetzte Fristen waren nach Ende des Prozesses bereits abgelaufen – und konnten nicht verlängert werden.

Freigabe voraussichtlich an einem Wochenende

Im März hatte ein Sprecher von Straßen.NRW noch bestätigt, dass das 200 Millionen Euro teure Projekt auch nicht bis Ende 2018 fertig wird. Ob das nun tatsächlich so ist oder nicht, wollte Fischer nicht kommentieren. „Es ist noch zu früh, um ein Datum zu nennen.“ Doch er sei guter Hoffnung, dass der Verkehr bald endlich über die neue Strecke fahren könne – wenn das Wetter mitmache und das Zusammenspiel der Baufirmen weiter so gut laufe.

Wird die Nordumgehung freigegeben – voraussichtlich an einem Wochenende –, würde der Verkehr zunächst nur von der A2 hinaufgeführt. Erst kurze Zeit später soll dann auch der Verkehr aus Richtung Osnabrück auf die neue Strecke geleitet werden. 


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