Versuchter Mord in sieben Fällen? Anklage: Betreiber sollen eigene Spielothek in Gronau angezündet haben

Von dpa

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Den Beschuldigten wird vorgeworfen, das Feuer in der Spielhalle in Gronau gelegt zu haben. Symbolfoto: David Ebener/ArchivDen Beschuldigten wird vorgeworfen, das Feuer in der Spielhalle in Gronau gelegt zu haben. Symbolfoto: David Ebener/Archiv

Gronau. Wegen Brandstiftung in ihrer eigenen Spielhalle in einem Wohnhaus in Gronau hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei Männer erhoben.

Sie wirft den Beschuldigten im Alter von 30, 31 und 46 Jahren vor, das Feuer gelegt zu haben, um einen Einbruch in die Spielautomaten zu vertuschen. Weil sie mit dem Feuer auch in Kauf nahmen, die schlafenden Menschen in den Wohnungen über der Spielhalle zu töten, geht die Staatsanwaltschaft von Heimtücke und daher von versuchtem Mord in sieben Fällen aus.

Casino in wirtschaftlicher Schieflage

Zwei der Beschuldigten betrieben laut Anklage die Spielhalle, die in erhebliche wirtschaftliche Schieflage geraten und deshalb geschlossen worden war. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Spielothek sollen sie am 8. Dezember 2017 Bargeld aus 13 Spielautomaten gestohlen und anschließend mit Benzin Feuer gelegt haben. Der rasch gelöschte Brand habe zwar keine Menschen verletzt, so die Staatsanwaltschaft. Es habe allerdings die Gefahr einer unkontrollierbaren Explosion bestanden, die die Bewohner in tödliche Gefahr gebracht hätte. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe.


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