Hitze löste Tiersterben aus Ökosystem am Aasee in Münster stabilisiert sich

Von PM und Olga Zudilin

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Nach dem Tiersterben am Aasee in Münster wegen Sauerstoffmangels stabilisiert sich langsam das Ökosystem des Sees. Das teilt die Stadt Münster am Freitag mit. Foto: imago/ecomedia/robert fishman

Aasee in Muenster Sailing boats on the Aasee in Muenster 10 8 2017Nach dem Tiersterben am Aasee in Münster wegen Sauerstoffmangels stabilisiert sich langsam das Ökosystem des Sees. Das teilt die Stadt Münster am Freitag mit. Foto: imago/ecomedia/robert fishman Aasee in Muenster Sailing boats on the Aasee in Muenster 10 8 2017

Münster. Nach dem Tiersterben am Aasee in Münster wegen Sauerstoffmangels stabilisiert sich langsam das Ökosystem des Sees. Das teilt die Stadt Münster am Freitag mit.

Nach Angaben der Stadt pendelt sich der Sauerstoffgehalt bei soliden Werten von 13 bis 15 Milligramm pro Liter ein und ist damit wieder in einem guten Zustand. Regengüsse haben zusätzlich den Wasserstand ansteigen lassen, auch die Temperatur des Sees ist inzwischen auf 21 Grad Celsius abgesunken. 

Dennoch hat die Stadt Münster den See weiterhin im Blick: Auch am Wochenende bleiben Kontrollgänge und Messungen durch das Tiefbauamt und das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit an der Tagesordnung.

Blaualgenvorkommen weiterhin Thema

Die Hochdruckpumpen werden abgebaut. War vor Tagen schon aufgrund der guten Sauerstoffwerte die kleine Pumpe am Mühlenhof deaktiviert worden, baut die Freiwillige Feuerwehr Emsdetten im Tagesverlauf am heutigen Freitag auch das kompakte System Höhe Segelclub Hansa ab. In Bereitschaft bleibt ein Schlauchboot der Feuerwehr Münster. Nach wie vor ist das erhebliche Blaualgenvorkommen ein Thema. Sollte es erforderlich werden, wird das Boot – wie schon erfolgreich am Donnerstag – durch den Algenteppich pflügen und damit versuchen, die übel riechenden Aufrahmungen vor der Bildung von Toxinen zu zerstören. Angeschwemmten Unrat im "Seitenkanal" vor dem Wehr hat die Stadt kurzfristig beseitigt. 

Die täglichen Kontrollen, besonders auch an den Uferböschungen, werden fortgesetzt. Bis zum Freitagmorgen wurden einige wenige tote Fische und weitere sieben verendete Tiere gefunden und entfernt. 

20 Tonnen verendete Fische geborgen

Noch vergangene Woche war die Situation am Aasee dramatisch: Wegen der Hitzewelle sollen bis zu 80 Prozent aller Fische als Folge des Sauerstoffmangels verendet sein. Mehr als 20 Tonnen verendete Fische wurden aus dem See geborgen. Auch Dutzende tote Enten und Wasservögel wurden am See gefunden. Das Gesundheits- und Veterinäramt hat mehrere tote Vögel beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA-MEL) untersuchen lassen. Dort fand man Hinweise, dass sie an Botulismus oder einer von Blaualgen verursachten Vergiftung gestorben seien.

Für mögliche Funde ist die Hotline bei der Stadt Münster am Wochenende geschaltet unter 0251/4926701 (AB). 

 


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