Vollsperrung bei Lengerich Kein Platz für Rettungsgasse nach Unfall auf A1

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Auf der A1 kam es am Donnerstagabend zu einem Unfall. Wegen der Baustelle konnte keine Rettungsgasse gebildet werden. Foto: Anne KrumAuf der A1 kam es am Donnerstagabend zu einem Unfall. Wegen der Baustelle konnte keine Rettungsgasse gebildet werden. Foto: Anne Krum

Lengerich. Zweieinhalb Stunden lang wurde die A1 Richtung Bremen am Mittwochabend bei Lengerich gesperrt. Wegen der Baustelle war die Fahrbahn zu eng für eine Rettungsgasse.

Der Unfall ereignete sich in der Baustelle bei Lengerich. Vermutlich wegen einer Windböe ist ein geschlossener Anhänger umgekippt, teilt die Polizei mit.

Eine 20-Jährige aus Krefeld war gegen 19.20 Uhr mit zwei 24 Jahre alten Beifahrern für einen privaten Umzug mit einem Mercedes mit Anhänger über die A1 Richtung Bremen unterwegs. Der Inhalt des Anhängers verteilte sich über beide Fahrstreifen. Die Autobahn wurde vollgesperrt. Bis die Fahrspur wieder frei war, dauerte es zweieinhalb Stunden.

Denn die verengte Fahrspur war nicht breit genug, um eine Rettungsgasse zu bilden. Polizei und Rettungsdienste gelangten über die Gegenrichtung zur Unfallstelle.

Bewusstsein für Rettungsgasse steigt

Die Autobahnpolizei Münster informiert regelmäßig mit Schwerpunktaktionen über die Bildung einer Rettungsgasse, sagte Pressesprecherin Antonia Klein. "Bei Schwerverletzten zählt jede Sekunde", bekräftigte sie. Die Rettungsgasse wird zwischen der linken und den davon rechts liegenden Fahrspuren gebildet. "Wenn das Standard wird, können die Rettungskräfte schneller vor Ort sein und Leben retten." Das Bewusstsein dafür wachse, berichtete Klein.

Der Gesamtschaden am Fahrzeug und den Schutzplanken wird auf 5500 Euro geschätzt. Ein Mitfahrer wurde leicht verletzt.

Für die Unfallaufnahme, Bergung und Abtransport des Fahrzeugs und Freimachen der Fahrbahn wurde die Autobahn vollgesperrt. Der Rückstau wuchs auf etwa sieben Kilometer an. An der Abfahrt Lengerich wurde der Verkehr abgeleitet. Eine Rückführung zwischen der Abfahrt und der Unfallstelle war wegen der verengten Fahrbahn jedoch nicht möglich. Erst kurz vor 22 Uhr wurde der Verkehr wieder freigegeben.


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