Polizei warnt vor Brückensprüngen 25-Jähriger stirbt in Münster nach Sprung von Kanalbrücke

Von Markus Pöhlking und dpa

In Münster ist ein 25-jähriger Mann nach dem Sprung von einer Kanalbrücke gestorben. Foto: dpaIn Münster ist ein 25-jähriger Mann nach dem Sprung von einer Kanalbrücke gestorben. Foto: dpa

Münster. Ein 25-jähriger Mann ist in den Münster an Verletzungen gestorben, die er sich am Freitag beim Sprung von einer Brücke in den Dortmund-Ems-Kanal zuzog.

Wie die Polizei mitteilte, starb der Mann im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Am Freitagabend war er von einer Brücke im Stadtteil Gelmer in den Dortmund-Ems-Kanal gesprungen und nicht wieder aufgetaucht. Zeugen hatten daraufhin den Notruf gewählt und den Rettungstauchern die Stelle gezeigt, wo der Mann unterging. Sie fanden ihn kurze Zeit später am Grund des Kanals und holten ihn an Land. Zwei Notärzte reanimierten den 25-jährigen, er kam anschließend in die Uni-Klinik. (Weiterlesen: Einsatzkräfte irrtümlich auf der Suche nach leblosem Körper im Mittellandkanal)

Ähnlicher Vorfall am Mittwoch

Wenige Tage zuvor hatte ein ähnlicher Vorfall in Münster einen nächtlichen Großeinsatz ausgelöst, der aber wohl glimpflich ausging: Die Einsatzkräfte fanden das mutmaßliche Opfer nicht. Die Polizei geht davon aus, dass der Brückenspringer vor Eintreffen der Rettungskräfte unerkannt ans Ufer geklettert war. 

Brückensprünge verboten 

Eine Sprecherin der Wasserschutzpolizei erklärte anlässlich des Vorfalls, dass das Springen von Kanalbrücken grundsätzlich verboten sei. Brücken seien häufig Engpässe, an denen sich unberechenbare Strömungen bilden könnten. Brückenpfeiler und im Wasser schwimmendes Treibgut stellten potenzielle Verletzungsrisiken beim Sprung von einer Brücke dar.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN