Nächtlicher Einsatz Rettungstaucher suchen in Münster nach Person im Kanal

Von Markus Pöhlking

Ein Mann springt im September 2016 von einer Brücke in den Dortmund-Ems-Kanal bei Münster. Anlässlich eines aktuellen Vorfalls weist die Polizei darauf hin, dass das verboten ist. Foto: Friso Gentsch/dpaEin Mann springt im September 2016 von einer Brücke in den Dortmund-Ems-Kanal bei Münster. Anlässlich eines aktuellen Vorfalls weist die Polizei darauf hin, dass das verboten ist. Foto: Friso Gentsch/dpa

Münster. Am Dortmund-Ems-Kanal in Münster hat es in der Nacht zum Mittwoch einen größeren Tauchereinsatz gegeben. Zeugen der Polizei gemeldet, dass dort ein Mann von einer Brücke ins Wasser gesprungen und nicht wieder aufgetaucht sei.

Um kurz nach Mitternacht hatten mehrere Zeugen unabhängig voneinander den Notruf gewählt, teilt die Polizei mit. Es sei die Rede von einer oder mehreren Personen gewesen, die von einer Brücke am Albersloher Weg in den Kanal gesprungen und möglicherweise nicht mehr aufgetaucht seien.

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Sonarboot im Einsatz

Daraufhin rückten mehrere Taucher der Feuerwehr und des DLRG an und suchten die Stelle nach Personen ab, zudem war ein Sonarboot im Einsatz. Die Rettungskräfte fanden in dem trüben Wasser zunächst keine Spur von den gesuchten Personen. Nach rund einer Stunde brachen sie den Einsatz ab, die Wasserschutzpolizei sollte die Suche am Mittwoch fortführen, heißt es in einem Bericht der Westfälischen Nachrichten.

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Unklare Situation

Mittlerweile geht die Wasserschutzpolizei allerdings davon aus, dass an der Stelle keine Personen im Wasser zu finden seien. Eine Sprecherin teilte mit, dass nach der Sichtung weiterer Zeugenaussagen davon auszugehen sei, dass der oder die nächtlichen Kanalschwimmer wohlbehalten ans Ufer zurückgekehrt seien. "Die Lage war gestern zunächst unklar, weswegen natürlich der Rettungseinsatz veranlasst wurde. Derzeit gehen wir aber davon aus, dass an der Stelle keine Personen im Wasser sind", sagte die Sprecherin. 

Brückensprünge verboten

Sie verwies darauf, dass das Springen von Kanalbrücken grundsätzlich verboten sei. Brücken seien häufig Engpässe, an denen sich unberechenbare Strömungen bilden könnten. Brückenpfeiler und im Wasser schwimmendes Treibgut stellten potenzielle Verletzungsrisiken beim Sprung von einer Brücke dar. 

Kanäle sind für Schiffe da

Insgesamt sei beim Baden im Kanal Vorsicht geboten: "Kanäle sind in erster Linie Wasserstraßen für den Schiffsverkehr", erklärte die Sprecherin. Für Schiffe könne es schwierig sein, auf Badende im Kanal zu reagieren. 


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