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8000 Schweine verenden Technischer Defekt wohl Ursache von Großbrand in Rheine

Von Benjamin Havermann und Markus Pöhlking

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Rheine. Bei einem Feuer auf einem Bauernhof bei Rheine sind am Sonntagnachmittag 8000 Schweine verendet. Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser reagierte betroffen. Der Schaden geht nach Angaben der Polizei in die Millionenhöhe, als Ursache vermuten die Ermittler einen technischen Defekt.

Ein Sprecher der Polizei Steinfurt teilte am Montagmorgen mit, dass der durch den Brand entstandene Schaden in die Millionenhöhe gehe. Ein Brandermittler der Polizei nahm die Brandstelle am Montagvormittag in Augenschein. Bei der Spurensuche haben sich keine Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben. Die Polizei geht derzeit von einem technischen Defekt als Brandursache aus. 



Als die Einsatzkräfte am Sonntagnachmittag an der Brandstelle eintrafen, stand das Gebäude bereits komplett in Flammen. Ein Übergreifen auf ein Futtersilo war nicht mehr zu verhindern. 8.000 Schweine verendeten laut Feuerwehr in dem Feuer. Mehr als 100 Einsatzkräfte aus dem Gebiet des Kreises Steinfurt waren am Sonntag für den Einsatz zusammengezogen worden. 

Große Rauchsäule

Die etwa 100 Meter langen Ställe brannten völlig nieder und stürzten ein. Die riesige Flammenwand machte den Einsatzkräften bei der Sommerhitze schwer zu schaffen. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen – auch von der nahen A30 und im Emsland. Bei den Leitstellen gingen zahlreiche Anrufe auch aus umliegenden Gemeinden ein, berichtete die Münsterländer Volkszeitung. In Rheine riefen die Behörden die Einwohner demnach zwischenzeitlich dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. 

Ein Tierstall eines Bauernhofes bei Rheine stand in Brand. Foto: Tebben/Nord-West-Media/dpa


Landwirtschaftsministerin war vor Ort

Am Montag besuchte Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) den Hof. Sie zeigte sich vor allem angesichts der vielen getöteten Tiere betroffen: „Die heruntergebrannten Stallungen zu sehen und an die darin verendeten Tiere zu denken, berührt mich sehr. Offenbar haben sich die Flammen derart rasch ausgebreitet, dass eine Rettung der Tiere aussichtslos war." 

Landwirt plant Wiederaufbau

Der von dem Brand betroffene Bauer will den zerstörten Betriebsteil wieder aufbauen. „Wir sind Landwirte aus Leidenschaft. Irgendwie wird es auf jeden Fall weitergehen", sagte Ralf Exeler am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Der Hof ist ein Traditionsbetrieb und in der fünften Generation in Familienhand. Neben Ferkel- und Sauenaufzucht sowie traditionellem Ackerbau betreibt er unter anderem aus eigenem Mist und Gülle eine Biogasanlage, die Strom für 1000 Haushalte erzeugen kann. 



(mit dpa)


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