40.000 Ecstasy-Pillen beschlagnahmt Polizei Münster gelingt Schlag gegen Drogen-Darknetbande

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Der Polizei ist ein Schlag gegen eine Bande gelungen, die im Darknet Drogen verkauft hat. Das Foto der Polizei Münster zeigt einen Teil der beschlagnahmten Betäubungsmittel. Foto: Polizei MünsterDer Polizei ist ein Schlag gegen eine Bande gelungen, die im Darknet Drogen verkauft hat. Das Foto der Polizei Münster zeigt einen Teil der beschlagnahmten Betäubungsmittel. Foto: Polizei Münster

Münster/Enschede. Der Ermittlungsgruppe Rauschgift aus Münster ist ein Schlag gegen eine Bande gelungen, die über das Darknet Drogen im großen Stil verkauft hat. Die Polizisten beschlagnahmten große Mengen an Drogen und nahmen drei Schmuggler in den Niederlanden fest.

Wie die Polizei Münster in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Zollfahndungsamt Essen und der Staatsanwaltschaft Münster jetzt bekanntgab, ist die Ermittlungsgruppe Rauschgift aus Münster seit einem Jahr im Auftrag der Staatsanwaltschaft Drogenbestellungen im Darknet auf der Spur gewesen, die – über den Postweg – aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht wurden.

1000 Postsendungen beschlagnahmt

Während der Ermittlungen beschlagnahmten die Beamten rund 1000 Postsendungen mit unterschiedlichen Betäubungsmitteln, über 40.000 Ecstasy-Pillen sowie rund 125 Kilogramm synthetischer Drogen, Kokain, Heroin und Cannabis. Die Mehrzahl der Postsendungen war an Empfänger außerhalb der Niederlande adressiert. Über die Sendungen wollten die Polizisten an die Kuriere und die Hintermänner gelangen, die sie in den Niederlanden vermuteten.

Männer in Bad Bentheim verhaftet

Mitte Mai beobachteten die Beamten in Enschede die Übergabe von Rauschgift-Paketen an zwei mutmaßliche Einfuhrschmuggler. Kurz darauf nahmen sie die 25- und 27-jährigen Männer aus den Niederlanden mit 6300 Ecstasy-Pillen und zehn Kilogramm synthetischer Drogen bepackt in Bad Bentheim fest. Dem Duo können vermutlich weitere Kurierfahrten nachgewiesen werden. Dabei sollen sie bis zu 30.000 Ecstasy-Pillen und 80 Kilogramm anderer Drogen geschmuggelt haben. Die beiden Tatverdächtigen befinden sich seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft.

Verfahren gegen Adressaten der Drogenpakete eingeleitet

In Enschede verfolgten die Beamten derweil den Überbringer der Drogen-Pakete bis in eine Wohnung, die offenbar eigens für die Lagerung und Verpackung der Drogen angemietet worden war. Niederländische Polizisten nahmen den mutmaßlich verantwortlichen Betreiber der Räume fest. Der 28-Jährige sitzt derzeit in Auslieferungshaft. Bei der Wohnungsdurchsuchung fanden die Beamten neben 44.000 Ecstasy-Pillen und etwa 125 Kilogramm anderer Drogen auch Equipment wie Vakuumiergeräte und Luftpolsterumschläge. Der junge Mann muss sich vor einem deutschen Gericht verantworten und muss bei einer Verurteilung mit einer hohen Haftstrafe rechnen.

Über die sichergestellten Postsendungen ermittelten die Polizisten zudem zahlreiche Adressaten der Drogenpakete. Gegen die potentiellen Empfänger werden gesonderte Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen wurden die bestellten Drogen anschließend im Darknet weiterverkauft.

Entdeckungsrisiko im Darknet laut Polizei nicht unerheblich

Wie die Polizei mitteilt, wiegen sich zahlreiche Käufer und Verkäufer sowie die Kuriere der Drogen-Sendungen durch die Bezahlung mit Bitcoins und dem anonymen Postversand im Darknet in Sicherheit. Allerdings sei das Entdeckungsrisiko nicht unerheblich. Die Kuriere riskieren demnach für geringe Bezahlung pro Schmuggelfahrt eine Haftstrafe von fünf bis 15 Jahren. 



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