Acht Fahrzeuge beteiligt 15 Verletzte: Unfallserie auf der A2 bei Oelde

Drei Verkehrsunfälle, acht Fahrzeuge und 15 Verletzte – das ist die erschreckende Bilanz einer Unfallserie auf der A2 zwischen Oelde und Herzebrock-Clarholz. Foto: Michael GründelDrei Verkehrsunfälle, acht Fahrzeuge und 15 Verletzte – das ist die erschreckende Bilanz einer Unfallserie auf der A2 zwischen Oelde und Herzebrock-Clarholz. Foto: Michael Gründel

pm/leb Bielefeld. Drei Verkehrsunfälle, acht Fahrzeuge und 15 Verletzte – das ist die erschreckende Bilanz einer Unfallserie am Donnerstagnachmittag auf der A2 zwischen Oelde und Herzebrock-Clarholz.

Wie die Polizei mitteilte, verlor ein 62-jähriger Alfa-Fahrer aus Kempen auf regennasser Fahrbahn gegen 12.30 Uhr die Kontrolle über seinen PKW und kollidierte mit einem neben ihm fahrenden Wohnmobil. Beide Fahrzeuge blockierten daraufhin die Fahrbahn Richtung Hannover. Der britische Fahrer des Wohnmobils, sowie der Alfa-Fahrer blieben unverletzt.

Stauende übersehen

In dem durch diesen Verkehrsunfall entstandenen Stau ereignete sich unmittelbar darauf gegen 12:40 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall bei dem insgesamt elf Personen leicht verletzt wurden. Eine 76-jährige Dortmunderin erkannte das Stauende zu spät und schob drei bereits stehende PKW aufeinander, teilte die Polizei mit.

Die vier Fahrzeuge wurden zum Teil erheblich beschädigt. Für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten wurde der Verkehr in Fahrtrichtung Hannover auf dem linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Gegen 14:50 Uhr konnte die Fahrbahn wieder komplett frei gegeben werden. Es bildete sich ein Rückstau von bis zu 4 km Länge.

Wieder Stauende übersehen

Noch bevor sich dieser Rückstau auflösen konnte, kam es am Stauende gegen 15 Uhr zu einem weiteren Verkehrsunfall. Trotz aufgestellter Stauwarn-Schilder übersah ein 30-jähriger VW-Fahrer aus Dortmund die Verkehrssituation und kollidierte am Stauende mit einem 32-jährigen Lexus-Fahrer aus Minden.

Hierbei wurden vier weitere Personen verletzt. Der Lexusfahrer wurde leicht- und sein 27-jähriger Beifahrer schwer verletzt, Fahrer und Beifahrer des VW Passat wurden leicht verletzt.

Vorbildliche Rettungsgasse mit Ausnahme

Die Sachschadenssumme der drei Verkehrsunfälle beziffert die Polizei mit 80.000 Euro. Nach Angaben der Polizei wurden von allen Verkehrsteilnehmern vorbildlich eine Rettungsgasse gebildet, um die vielen Rettungskräfte und Abschleppfahrzeuge durchzulassen.

Bis auf eine Ausnahme. Ein uneinsichtiger 38-jähriger Audi-Fahrer aus Soest nutzte die Rettungsgasse und fuhr hinter einem Abschleppwagen an allen im Stau stehenden Fahrzeugen vorbei. Der Fahrer konnte unmittelbar an der Unfallstelle angehalten werden. Gegen ihn wurde ein Verfahren eingeleitet.