Evakuierungspläne veröffentlicht Möglicher Bombenfund in Rheiner Innenstadt: Gewissheit am Mittwoch

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Bei Bodenuntersuchung nahe des Zentrums von Rheine ist in einigen Metern Tiefe ein metallischer Gegenstand entdeckt worden. Symbolfoto: Jörn MartensBei Bodenuntersuchung nahe des Zentrums von Rheine ist in einigen Metern Tiefe ein metallischer Gegenstand entdeckt worden. Symbolfoto: Jörn Martens

pm/mao Rheine. Bei Bodenuntersuchung nahe des Zentrums von Rheine ist in einigen Metern Tiefe ein metallischer Gegenstand entdeckt worden. Am Mittwochmorgen, 18. April, soll die Stelle freigelegt und untersucht werden, die Stadt hat Pläne für eine mögliche Evakuierung veröffentlicht.

Wie die Stadt am Dienstag mitteilt, wird die verdächtige Stelle am Mittwochmorgen ab 7 Uhr von einer Spezialfirma freigelegt. Anschließend wird der Kampfmittelräumdienst prüfen, ob es sich bei dem Gegenstand um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Zwischen 10 und 11 Uhr soll laut Stadt Gewissheit herrschen. Sollte es sich tatsächlich um einen Bombenblindgänger handeln, würde unmittelbar mit der Evakuierung der gefährdeten Bereiche begonnen, so ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage.

Zwei mögliche Evakuierungszonen

Je nach Größe und Art der zu entschärfenden Bombe wird dann das betroffene Gebiet gesperrt. Nach den bisherigen Erfahrungen sind laut Stadt zwei Radien wahrscheinlich: Bei einer kleineren Bombe mit weniger Zündkraft, wird der Evakuierungsbereich auf 250 Meter begrenzt (Radius 1, 900 Menschen betroffen), bei einer größeren Bombe erweitert sich der Bereich auf 500 Meter (Radius 2, 2700 Menschen betroffen). Eine Liste der betroffenen Straßen hat die Stadt Rheine an dieser Stelle veröffentlicht.

Grafik: Stadt Rheine

Das bedeutet: Je nach Sprengkraft des Blindgängers müssen die Straßen, die in dem Radius liegen, für den gesamten Verkehr gesperrt und alle Geschäfte für die Dauer der Entschärfung geschlossen werden. Die Stadt rechnet damit, dass die Evakuierung im Falle Radius 1 gegen 14 Uhr endet, sollte auch Radius 2 betroffen sein, soll die Maßnahme gegen 18 Uhr beendet sein.

Wie die Stadt Rheine die Bürger informiert

Die betroffenen Anwohner müssten sich ab circa 11:00 Uhr außerhalb des Gefahrenbereichs aufhalten und ihre Wohnungen und Häuser in dem Gebiet verlassen. Die Stadt wird die Anwohner mittels Flugblättern, die im Vorfeld an die Haushalte verteilt werden und über Radio RST (Frequenzen 104,0 und 105,2) informieren. Auch über die Internet- und die Facebookseite der Stadt Rheine ebenso wie die bundesweit einheitliche Warn-App NINA wird über die Maßnahme laufend informiert.

Zudem wird an dem Tag bekannt gegeben, in welchen Räumlichkeiten die Evakuierten versorgt und untergebracht werden. Personen, die nicht selber das Haus verlassen können, können sich unter der Telefon-Nr. 939-0 an die Stadt Rheine werden; für sie wird ein Fahrdienst eingerichtet . Lautsprecherwagen werden durch die Straßen fahren und über Megafon über die Situation aufklären sowie die Anwohner zur zeitweisen Räumung auffordern. Sobald die Bombe dann entschärft wurde, werden alle Betroffenen auf gleichem Wege über das Ende der Maßnahme informiert.

Mit Verkehrsbehinderungen aufgrund einer etwaigen Vollsperrung muss gerechnet werden, ortskundige Autofahrer werden daher gebeten, den betroffenen Bereich am übernächsten Mittwoch großräumig zu umfahren.

„Die ganze Durchführung einer Bombenentschärfung ist für uns in Rheine Routine, denn es wurden bereits schon häufiger Bomben im Rheiner Stadtgebiet entschärft“, sagt Bernd Houppert, Fachbereichsleiter Recht und Ordnung der Stadt Rheine. „Wir möchten aber frühzeitig auf diese Maßnahmen hinweisen, damit sich nicht nur die Anwohner, sondern auch die betroffenen Unternehmen sowie die Verkehrsteilnehmer früh genug auf eine eventuelle Sperrung vorbereiten können.“


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