Feuer- und Flammenspektakel Florian Silbereisens Schlagerfest im Gerry Weber Stadion

Meine Nachrichten

Um das Thema Nordrhein-Westfalen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Halle. Stars, Sternchen und ein wahrhaftiger König: Florian Silbereisens „großes Schlagerfest 2018“ im Gerry Weber Stadion geriet zu einem langen und bunten Pyro- und Party-Spektakel, dass die Flammen buchstäblich hochschlagen ließ.

Eine „neue Lust auf Schlager“ wollte der Gastgeber „immer mehr“ Menschen nahebringen. Dabei geht es Florian Silbereisen auch um eine Vergrößerung der Schublade. So zierten das dreieinhalbstündige Mammutprogramm auch zahlreiche internationale Evergreens wie etwa Brotherhood Of Mans „Save All Your Kisses For Me“ oder Gloria Gaynors „I Will Survive“, das von der zwar ängstlich und zerbrechlich wirkenden, aber mit kraftvoller Stimme überzeugenden Newcomerin Helene Nissen zum Besten gegeben wurde. Für poppige Töne sorgte Shootingstar Ben Zucker, der mit seiner markant rauen Reibeisenstimme zum trotz Opus´ „Live Is Life“ branchenüblichen Halbplayback nicht nur seine eigenen Hits „Na und?“ und „Geile Zeit“ intonierte, sondern auch ein „grenzenloses“ Medley mit „Schlager“-Stücken von Reinhard Mey, Bonnie Tyler und Marius Müller-Westernhagen.

Schlager-Truppe als Boygroup

Für mitunter halsbrecherische Tanzeinlagen sorgten die Breakdance-Weltmeister der „Dancefloor Destruction Crew“ DDC sowie vier Tänzerinnen, die etwa den britischen Allrounder Ross Antony flankierten, als er ganz und „Glanz“ in Rot im Pirouettentaumel den deutschen Schlager von Bata Illic bis Jürgen Marcus würdigte. Rot wurde auch der Gastgeber, als er sich für Tony Christies „Amarillo“ dazugesellte – nicht das einzige Duett an diesem Abend.

Ganz allein mit seiner Akustikgitarre unterstrich Florian Silbereisen mit Johnny Hills anrührendem „Ruf Teddybär 1,4“, dass auch die leisen Töne zur Schlagerwelt gehören. Seine eigene, trinationale „Wir sind Schlager“-Truppe Klubbb 3 versuchte sich mal als „Boygroup“, mal als Ansammlung von „Märchenkönigen“ oder Wolfgang Petry-Doubles und bewegte das Publikum zu „Selfie! Fertig! Los!“ und jenem Sirtaki, den angeblich „das Leben tanzt“.

Königliches Vergnügen

Nach der Pause stahl schließlich der „König von Mallorca“ allen die Show. Wie ein deutscher Mick Jagger kam der verblüffend alterslose, unverwüstlich agile Jürgen Drews daher, um als royales Schlager-Urgestein „von Null auf Hundert in nur drei Sekunden“ zu kommen und die Arena mit seinen größten Hits zum Kochen zu bringen. „Keine Panik auf der Titanic“ tönte es aus 5600 Kehlen, bevor der Rest von Silbereisens Gästen ein wahrhaftiges Luftschloss für „Onkel Jürgen“ aufblies. Dessen „Bett im Kornfeld“ geriet zur finalen Stimm- und Kissenschlacht. Und als ganz am Ende abermals die „Lust am Leben“ und schunkelselig „ein Tag so wunderschön wie heute“ beschworen wurde, wusste man, wofür der Schlager steht: Probleme vergessen und Optimismus walten lassen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN