Auf Chemietankfahrzeug aufgefahren Autofahrer liest Whatsapp-Nachricht auf A1 – Unfall verursacht

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Der Autofahrer musste seinen Führerschein abgeben. Symbolfoto: Michael GründelDer Autofahrer musste seinen Führerschein abgeben. Symbolfoto: Michael Gründel

ngr/pm Münster. Finger weg vom Smartphone während der Fahrt: Weil ein Autofahrer während der Fahrt auf der A1 eine Whatsapp-Nachricht las, hat er am frühen Donnerstagmorgen einen Auffahrunfall verursacht.

Der 34-Jährige fuhr auf der A1 hinter einem Sattelzug in Richtung Dortmund. Eigenen Angaben zufolge schaute der Mann bei Greven auf sein Smartphone. Das teilt die Polizei mit. Als der Mann wieder hochblickte, tauchte plötzlich das Chemietankfahrzeug vor ihm auf, das glücklicherweise nicht beladen war.

Beim Versuch auszuweichen, stieß der 34-Jährige gegen das Heck des Lasters und drehte sich mit seinem Auto um die eigene Achse. Dann blieb er auf dem Seitenstreifen stehen. Der Mann wurde leicht verletzt.

Bei der Unfallaufnahme roch ein Polizist die Alkoholfahne des Unfallfahrers. Ein Test zeigte einen Wert von 1,54 Promille an. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen. Er musste seinen Führerschein abgeben.

Langer Blindflug

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Sachverständigenorganisation Dekra vom September des vergangenen Jahres hantiert mehr als die Hälfte aller Autofahrer, die ein Handy besitzen, damit auch regelmäßig während der Fahrt. Wer allerdings bei 50 km/h drei Sekunden auf sein Handy statt auf die Straße schaut, ist in dieser Zeit fast 42 Meter im Blindflug unterwegs. Bei fünf Sekunden sind es fast 70 Meter. Studien und Schätzungen aus Deutschland und den USA gehen laut Dekra davon aus, dass mittlerweile jeder zehnte Todesfall im Verkehr durch das Thema Ablenkung verursacht wird.


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