Polizei sucht Täter Spurensicherung nach Geldautomaten-Sprengung in Spenge

Von Nadine Grunewald

Von dem Juwelier ist nach der Sprengung des Geldautomaten und des anschließenden Feuers nicht mehr viel übrig. An der rechten Wand, in der das große Loch klafft, stand der Geldautomat. Foto: imago/Noah WedelVon dem Juwelier ist nach der Sprengung des Geldautomaten und des anschließenden Feuers nicht mehr viel übrig. An der rechten Wand, in der das große Loch klafft, stand der Geldautomat. Foto: imago/Noah Wedel 

Spenge. Nach der Sprengung eines Geldautomaten in Spenge (Kreis Herford) am Samstagmorgen, bei der das angrenzende Haus abgebrannt ist, beginnt die Spurensicherung der Polizei am Mittwoch mit der Spurensuche. Derweil sucht die Polizei weiter nach den Tätern.

Wer derzeit über die Lange Straße in Spenge fährt, dem bietet sich gegenüber des Rathauses ein gruseliges Bild: Löcher klaffen im Dach des historischen Hauses, von dem Juwelierladen, der in einem Anbau davor untergebracht war, ist nicht mehr viel übrig. Blickte man bis vor Kurzem noch durch Fensterscheiben auf die Auslagen, schaut man nun direkt auf ein Trümmerfeld. Die Scheiben sind bei der Detonation zerborsten, und in der Wand, an der der Geldautomat stand, ist ein riesiges Loch.

Statiker sichert Gebäude

Bevor die Polizei mit ihren Ermittlungen im Gebäude beginnen kann, musste ein Statiker dieses zunächst begutachten. Einem Sprecher der Polizei zufolge hat dieser am Dienstag damit angefangen, das Gebäude abzusichern. Am heutigen Mittwoch, so hofft die Polizei, kann die Spurensicherung mit ihrer Arbeit beginnen. Möglicherweise kommt dann bereits eine Tatortgruppe des Landeskriminalamtes hinzu. „Die Spurensuche wird sich aber schwierig gestalten“, vermutet der Polizeisprecher. Nach der Sprengung des Geldautomaten, dem anschließenden Brand sowie den notwendigen Löscharbeiten der Feuerwehr sei die Aussicht auf verwertbare Spuren nicht mehr groß.

Stahlen die Täter auch Schmuck?

Dennoch hofft die Polizei, herausfinden zu können, was sich am frühen Samstagmorgen am Tatort abspielte. „Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen war der Geldautomat das Ziel der Täter“, sagt der Sprecher. Ob die Täter möglicherweise die Gelegenheit nutzten und auch beim Schmuck zugriffen, sei noch unklar. Doch auch dieser Aspekt werde bei den Ermittlungen betrachtet.

Die Inhaberin des Juweliers, Sabine Hellmann, zeigt sich bei Facebook erschüttert: „Im Moment darf das Gebäude wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden. Aber sobald es freigegeben ist, werden wir retten, was zu retten ist. Das verspreche ich!“ Aus der Bevölkerung bekommt sie viel Zuspruch.

Die Polizei sucht derweil weiter nach den Tätern. Ob sie bereits eine heiße Spur haben, verrät der Sprecher nicht. Aber: „Wir haben viele Hinweise aus der Bevölkerung bekommen und denen gehen wir alle nach.“