Termin offen Nordumgehung Bad Oeynhausen wird 2018 doch nicht fertig

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Die Nordumgehung in Bad Oeynhausen, die Autofahrer auf dem Weg von der A30 zur A2 künftig vor langen Staus bewahren soll, wird nicht mehr im Jahr 2018 fertig. Foto: David EbenerDie Nordumgehung in Bad Oeynhausen, die Autofahrer auf dem Weg von der A30 zur A2 künftig vor langen Staus bewahren soll, wird nicht mehr im Jahr 2018 fertig. Foto: David Ebener

Bad Oeynhausen. Die Nordumgehung in Bad Oeynhausen, die Autofahrer auf dem Weg von der A30 zur A2 künftig vor langen Staus bewahren soll, wird doch nicht mehr im Jahr 2018 fertig. Das bestätigte Straßen.NRW auf Nachfrage.

Sowohl von Stau geplagte Autofahrer als auch Straßen.NRW selbst hatten auf eine Fertigstellung in diesem Jahr gehofft. Doch nun steht fest: Die Nordumgehung wird definitiv nicht 2018 fertig. „Es geht dabei um den Vertrag mit der bauenden Firma Bunte. Die Feststellungszeiten, die dort als vereinbart drin stehen, sind hinfällig geworden, weil es ein Gerichtsverfahren gegeben hat, das ein Jahr lang gedauert hat“, erklärt Sven Johanning von Straßen.NRW. Er ist Sprecher der Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe von Straßen.NRW, der zuständigen Baubehörde.

Seit 2008 wird gebaut

In dem Verfahren war es um einen Formfehler bei der Vergabe der Bauarbeiten gegangen. Der Rechtsstreit dauerte etwa ein Jahr. Das verzögerte nicht nur die Bauzeit, auch die ursprünglichen Termine, die im Vertrag standen, sind hinfällig geworden und bereits längst verstrichen. Laut Johanning durfte der Vertrag nicht aktualisiert werden.

„Wir wünschen uns, dass wir bald einen Fertigstellungstermin nennen können“, sagt Sven Johanning. Er hoffe, dass das noch dieses Jahr erfolgen könnte. „Das hängt auch davon ab, was wir nächstes Jahr für einen Winter bekommen werden.“

Ursprünglich sollte die neue Verbindung zwischen der A2 und der A30 Ende 2016 fertig werden, der Baubeginn war im Jahr 2008. Die A30-Nordumgehung soll eine wichtige Verkehrsachse entlasten. Derzeit quälen sich im Schnitt täglich rund 40.000 Fahrzeuge durch die Stadt. Vor allem im Berufsverkehr kommt es auf der Mindener Straße, über die Autofahrer bislang von der A30 auf die A2 und umgekehrt fahren, zu Staus. Die Nordumgehung soll Autofahrern zu den Stoßzeiten eine Zeitersparnis von etwa 20 bis 30 Minuten bringen. Das Großprojekt kostet insgesamt rund 200 Millionen Euro.


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