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Beteiligte hatten Macheten dabei Polizei verhindert Straßenschlacht in Duisburg – 50 Festnahmen

Die Polizei in Duisburg hat 50 Personen festgenommen. Einige sind bereits wieder auf freiem Fuß. Symbolfoto: David EbenerDie Polizei in Duisburg hat 50 Personen festgenommen. Einige sind bereits wieder auf freiem Fuß. Symbolfoto: David Ebener

dpa Duisburg. Eine Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Gruppen hat die Duisburger Polizei in der Nacht zum Mittwoch auf Trab gehalten. Die Kontrahenten wollten mit Macheten, Eisenstangen, Teleskopschlagstöcken und einem Staubsaugerrohr aufeinander losgehen.

Die Polizei nahm 50 Menschen vorläufig fest und konnte so eine gewaltsame Auseinandersetzung verhindern. Mittlerweile seien alle Beteiligten wieder auf freiem Fuß, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Nach Angaben der Polizei hatten sich am Dienstagabend etwa 20 bis 30 Männer auf jeder Seite versammelt. Polizisten, die auch beleidigt und mit Gegenständen beworfen wurden, setzten unter anderem Reizgas ein. „Die Beamten bekamen die Lage in Griff, bevor sie eskalierte“, sagte ein Sprecher. Unter den Streitenden habe es keine Verletzten gegeben, ein Polizist sei leicht verletzt worden.

20 Männer in Gewahrsam genommen

Nach Überprüfung der Personalien verbrachten 20 Männer die Nacht in Polizeigewahrsam. Sie hätten unterschiedliche Nationalitäten, unter anderem seien Deutsche, Türken und Libanesen unter ihnen, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Was der Auslöser für den Massenkonflikt war, wollte keiner der Beteiligten der Polizei verraten. Eine Anzeige wegen Landesfriedensbruch wurde gestellt.

Oberbürgermeister Sören Link verurteilte den Vorfall. „Massenaufläufe, die in Gewalt ausarten, sind mit unserem Demokratieverständnis unvereinbar. Wir alle wollen in einer friedlichen, offenen und demokratischen Gesellschaft leben“, betonte Link in einer Stellungnahme. Gewalt könne und dürfe keine Lösung sein.

Schon in der Nacht zuvor und in der vergangenen Woche seien mehrere Personen in der Gegend aufeinander getroffen, allerdings nicht so massiv wie am Dienstagabend, sagte der Sprecher. Ein möglicher Zusammenhang werde geprüft.