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Millionen-Schaden Polizei ermittelt nach Feuer in Recyclingbetrieb in Spenge

Von Nadine Grunewald


Spenge. Fast elf Stunden ist die Feuerwehr am Montag bei einem Brand in einem Kunststoff verarbeitenden Betrieb im Industriegebiet in Spenge (Kreis Herford) im Einsatz gewesen. Jetzt sucht die Kriminalpolizei nach der Brandursache.

Knapp 150 Feuerwehrleute waren am Montag mit den Löscharbeiten in dem Recyclingbetrieb, der Kunststoffgranulat herstellt, beschäftigt, wie Thomas Reschke sagt. Er ist der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Spenge. Gegen 8.30 Uhr brach das Feuer in dem Recyclingbetrieb aus, gegen 19.30 Uhr rückten die letzten Einsatzkräfte ab. Zur Sicherheit blieb noch eine Brandsicherheitswache über Nacht vor Ort.

Millionen-Schaden entstanden

Weil die Feuerwehr das Gebäude anfangs nicht betreten konnte, musste sie Wände einreißen, um die Brandherde freizulegen, heißt es von der Polizei. Verletzte gab es keine, aber die Produktionshalle des Betriebs ist laut Reschke komplett zerstört worden. „Die angrenzende Lagerhalle, in der Rohmaterial gelagert wurde, konnte durch den Einsatz der Feuerwehr gehalten werden“, sagt Reschke. Er schätzt die Schadenssumme auf über eine Million Euro.

Kriminalpolizei ermittelt

Schon von weit her war am Montag eine dunkle Rauchwolke zu sehen. Weil nicht klar war, ob darin giftige Stoffe enthalten waren, sollten Anlieger in Spenge, Enger, Bünde und Rödinghausen Fenster und Türen geschlossen halten.

Der Rauch war weithin sichtbar. Foto: NWM-TV

Am Dienstagmorgen übergab die Feuerwehr den Einsatzort an die Kriminalpolizei. Sie nimmt nun die Brandermittlungen auf.