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Vortragsreihe des Geschichtsvereins Tecklenburgs Aufstieg und Niedergang

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Auf viele Zuhörer hoffen (von links) Erich Weichel, Frank Bosse und Heinrich Pelle. Foto: Ruth JacobusAuf viele Zuhörer hoffen (von links) Erich Weichel, Frank Bosse und Heinrich Pelle. Foto: Ruth Jacobus

Tecklenburg. Das Mittelalter ist eine spannende Epoche. Einst hatte das Tecklenburger Grafenhaus eine enorme Bedeutung, die es allerdings ab 1400 einbüßte. Geschichte und Geschichten, die sich zwischen dem 11. und dem 16. Jahrhundert abspielten, sind Thema einer Vortragsreihe, zu der der Geschichts- und Heimatverein (GHV) einlädt.

Vorsitzender Frank Bosse sowie Erich Weichel und Heinrich Pelle vom Arbeitskreis Geschichte hoffen auf zahlreiche Besucher. Die Referenten sind ausgewiesene Fachleute der Heimatgeschichte und verstehen es zudem, ihr Wissen auf unterhaltsame Art und Weise zu vermitteln. Das macht den Ausflug ins Mittelalter für Fachleute ebenso interessant wie für Laien, die sich für die Heimatgeschichte interessieren. Auch für Jugendliche sei der Einblick in die Vergangenheit spannend. Schließlich lebte damals Graf Adolf, dessen Namen das Tecklenburger Gymnasium trägt. Ihm wird die Gründung einer Lateinschule zugeschrieben.

„Wir erhoffen uns genaue Einblicke“, sagt Erich Weichel. „Kaum ist eine Frage gelöst, tauchen zwei neue auf“, weiß der Leiter des Arbeitskreises Geschichte. „Ein plausibles Gesamtbild“ erwartet er von der Vortragsreihe, die verschiedene Aspekte aufgreift.

Veranstaltungsort ist das Kulturhaus. Die Vorträge, die der GHV anbietet, locken immer mehr Interessenten an, ob aus Westerkappeln oder Lotte. „Unsere Geschichtsreihen sind interessant“, freut sich Heinrich Pelle. „So nach und nach wird es zu eng im Haus des Gastes“, fügt Frank Bosse hinzu. „Wir haben erkannt, dass wir mit dem Arbeitskreis Geschichte ein Alleinstellungsmerkmal haben“, nennt Bosse einen Grund für den großen Zuspruch. Und er hebt die gute Zusammenarbeit mit der Tecklenburg Touristik hervor. Ein gemeinsames Plakat weist darauf hin. „Wir haben an einem Strang gezogen.“

Der Tecklenburger Geschichts- und Heimatverein hofft auf viele Besucher der Veranstaltungen – auch wenn erstmals ein Kostenbeitrag von vier Euro erhoben wird. Schließlich seien die Themen der Vortragsreihe von überregionaler Bedeutung. Gelegenheit zur Diskussion gibt es außerdem.

„Tecklenburg im Mittelalter“ heißt die Vortragsreihe im Kulturhaus. Zu diesem Thema sind noch drei Veranstaltungen geplant.

Mittwoch, 29. Februar: „Die Grafen von Tecklenburg – Herkunft und Herrschaftsetablierung“. Referent ist Christof Spannhoff, Universität Münster. Der Lienener hat in Münster Geschichte und Germanistik studiert und sein Staatsexamen 2008 abgelegt.

Mittwoch, 28. März: „Die Grafschaft Tecklenburg bis zum Erlöschen im Jahre 1557“. Referent ist Dr. Wolfgang Bockhorst vom LWL-Archivamt für Westfalen. Er ist zudem Vorsitzender der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung.

Mittwoch, 30. Mai: „Burgen im Teutoburger Wald – Betrachtungen aus der Sicht eines Archäologen“. Referent ist Jan-Eggerik Delbanco. Derzeit ist der Archäologe verantwortlich für die Grabungskampagne im Ulmenhof des Bad Iburger Schlosses.


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