Ein Gedanke namens Günter Torsten Sträter in der Bürgerhalle in Gronau

Von Thomas Wübker

Cooler Typ: Kabarettist Torsten Sträter kommt am Freitag nach Gronau. Foto: Guido SchröderCooler Typ: Kabarettist Torsten Sträter kommt am Freitag nach Gronau. Foto: Guido Schröder

Gronau. Unter der Wollmütze von Torsten Sträter hätten vordergründig komische und ungeahnt abgründige Gedanken Platz, sagte die Jury des Deutschen Kleinkunstpreises vor etwa zwei Wochen, als dem Kabarettisten diese Auszeichnung übergeben wurde. Am Freitag, 2. März, kommt der frisch gebackene Sieger in die Bürgerhalle in Gronau und zeigt sein Programm „Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein“.

In seinem neuen Programm geht es um alles, lässt Torsten Sträter verlautbaren: „Die Macht der Entspannung, Erziehung, Sex, Bratwurst, die heilende Kraft der Musik und um den Vater des Gedanken. Er heißt Günter. Und es geht um die Zeit! Was sie macht, wie sie funktioniert, wonach sie riecht und ob man sie umtauschen kann.“ Klingt komisch und abstrus? Ist es auch.

Der 51-Jährige steht auf der Bühne, erzählt scheinbar frei von der Leber weg und macht dabei aus alltäglichen Geschichten und Begegnungen, die auf dem ersten Blick alles andere als komisch sind, lustige Pointen. Unter der Mütze von Sträter scheint tatsächlich jede Menge abzugehen. Da hat die Jury des Deutschen Kleinkunstpreises ins Schwarze getroffen.

Vielleicht hat er das von seinem „Oppa“ geerbt. Der brachte immer wieder völlig sinnfreie Elemente in seine Erklärungen unter, so Sträter. Wenn er seinem Enkel zum Beispiel die Struktur eines Märchens nahe bringen wollte, flocht er Motive aus dem Zweiten Weltkrieg mit ein. Das klang dann so: „Weißte, Rapunzel, Kettenfahrzeug, Haare ... in der Art so.“

Sträter sieht sich selbst nicht als Kabarettist. „Ich mache Penis-Witze“, begründet er diese Selbsteinschätzung. Er war Horror-Schriftsteller, Poetry-Slammer und Herrenschneider. Mittlerweile ist er einer der beliebtesten Komiker Deutschlands, der in den Sendungen „Extra 3“ oder „Sträters Männerhaushalt“ zahlreiche Zuschauer vor die Fernsehgeräte lockt.

Am besten ist er aber live auf der Bühne. Da kann er Weisheiten von sich geben, wie die, die er laut Hannoversche-Allgemeine Zeitung bei Prostata-Untersuchungen entdeckt hat: „Egal, ob du ein Mensch bist oder eine Kuh — es ist nie gut, wenn du in einen gekachelten Raum geführt wirst.“

Torsten Sträter, Bürgerhalle, Gronau, Fr., 2. 3., 20 Uhr, Eintritt: 28 Euro, Kartentelefon: 0541/7607780.