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Seit 20 Jahren auf der Flucht Fünffacher Mörder: Interessanter Tipp nach Aufruf bei „Aktenzeichen XY“

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In seiner Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ stellte Moderator Rudi Cerne den Fall des fünffachen Mörders Norman Volker Franz vor. Foto: ZDF/Nadine RuppIn seiner Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ stellte Moderator Rudi Cerne den Fall des fünffachen Mörders Norman Volker Franz vor. Foto: ZDF/Nadine Rupp

ngr/pm Düsseldorf. Seit 20 Jahren ist Norman Volker Franz auf der Flucht. Er soll fünf Menschen getötet haben und ist zweimal aus dem Gefängnis geflohen. Am Mittwochabend war der Fall Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Sind Hinweise eingegangen?

Der heute 48-jährige Franz ist wegen fünffachen Mordes international zur Fahndung ausgeschrieben. Er gilt als einer der meistgesuchten Schwerverbrecher Deutschlands. Nach zwei Gefängnisausbrüchen in Deutschland und Portugal konnte der Mann aus Neheim im Sauerland untertauchen. Durch den Fahndungsaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ am Mittwochabend erhoffen sich die Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) Nordrhein-Westfalen neue Hinweise. „Der Clou wäre, wenn jemand einen Hinweis darauf geben könnte, wo sich Norman Franz derzeit aufhält“, sagte Kriminalhauptkommissarin Heidi Conzen vom LKA.

Der fünffache Mörder Norman Volker Franz wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. Foto: Bundeskriminalamt

Interessanter Hinweis

Hat der Auftritt im Fernsehen etwas gebracht? Es sieht so aus: Gleich nach der Sendung gingen 20 Hinweise von Zuschauern ein, die glauben, den Verdächtigen gesehen zu haben. Ein Hinweisgeber hatte sogar einen hochinteressanten Tipp: Er kenne jemanden, der in regelmäßigem Kontakt zu Norman Franz stehe. Derjenige müsse eigentlich auch wissen, wo sich der Untergetauchte derzeit aufhält, heißt es auf dem Sicherheitsportal e110.

Die kriminelle Karriere des Norman Volker Franz

Schon als junger Mann ist Franz in Zuhälterei, Zigarettenschmuggel und Waffenhandel verstrickt. 1995 ermordete der damals 25-Jährige in Dortmund zwei Mitglieder einer rivalisierenden Schmugglerbande. Er flüchtete zusammen mit seiner Freundin, wurde aber gefasst und zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Gefängnis heiratete er und 1997 verhalf ihm seine Frau zur Flucht. Danach erschießt Franz drei weitere Menschen bei Überfällen auf Geldtransporter. Das Ehepaar flieht nach Portugal, wo Franz unter Aliasnamen lebt, bis er 1998 erneut verhaftet wird. Ein Jahr später gelingt ihm erneut die Flucht. Seitdem ist er verschwunden.

Hohe Belohnung ausgesetzt

Die Polizei vermutet, dass sich der 48-Jährige unter falscher Identität versteckt hält, möglicherweise in einem Land, in dem portugiesisch gesprochen wird. Ein Audiomitschnitt eines 20 Jahre alten Telefonats, auf dem die charakteristische Stimme des Mannes zu hören ist, ist hier zu finden. Für Hinweise, die zur Festnahme führen, ist eine Belohnung in Höhe von 25.000 Euro ausgelobt. Hinweise nimmt das LKA NRW unter der Telefonnummer 0211/9396221 entgegen.


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