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Mann tödlich verletzt Unfälle überschatten friedlichen Karnevalsauftakt in NRW

Von dpa

Sowohl in Brühl als auch in der Kölner Innenstadt sind Menschen bei Straßenbahnunfällen verletzt worden. Foto: dpaSowohl in Brühl als auch in der Kölner Innenstadt sind Menschen bei Straßenbahnunfällen verletzt worden. Foto: dpa

Köln/Düsseldorf. Zahlreiche Jecken haben in NRW bei kaltem aber sonnigem Winterwetter das Karnevalswochenende friedlich eingeläutet. Bei Köln und Düsseldorf kam es jedoch auch zu schweren Unfällen. Ein 18-Jähriger ist nach einem Unfall mit einer Straßenbahn gestorben.

Der Straßenkarneval hat in den rheinischen Hochburgen überwiegend friedlich begonnen, ist aber von mehreren Unfällen überschattet worden. In Brühl bei Bonn stürzte ein 18 Jahre alter Karnevalist an Weiberfastnacht an einer Straßenbahn-Haltestelle auf die Gleise und geriet zwischen zwei Wagen der anfahrenden Bahn. Er starb noch am Unglücksort, wie die Polizei am Freitag mitteilte. In Köln kam es zu mehreren Unfällen mit Verletzten.

Mann schwebt in Lebensgefahr

So fiel ein 17-Jähriger im Bärenkostüm laut Feuerwehr von einer Mauer am Tanzbrunnen in den Rhein. Er wurde mit einem Boot an Land gerettet und unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Ein 21-Jähriger, der zum Feiern aus Dortmund angereist war, lief auf ein Gleisbett, wurde von einer Straßenbahn erfasst und schwer verletzt. Nach Feuerwehrangaben rückte der Rettungsdienst allein in der Domstadt bis Freitagmorgen zu mehr als 800 Einsätzen aus – etwas weniger als im Vorjahr (gut 950 Einsätze). Die Kölner Polizei war mit rund 1600 Beamten im Einsatz. Zahlreiche aggressive Betrunkene und Straftäter seien frühzeitig aus dem Verkehr gezogen worden.

In Düsseldorf schwebte ein 20-Jähriger am Freitag noch immer in Lebensgefahr, nachdem er am Vortag aus vier Metern Höhe in die eiskalte Düssel gestürzt war. Am frühen Freitagmorgen brach ein Mann im Cowboy-Kostüm in einen teilweise zugefrorenen Weiher ein und kam mit Unterkühlungen in eine Klinik.

14 Betrunkene in Gewahrsam genommen

In Bonn nahm die Polizei bis zum späten Abend 14 Menschen in Gewahrsam, die betrunken waren und randalierten. Gemeldet wurden zudem zwei Fälle von sexueller Belästigung und Nötigung. Insgesamt war die Bonner Polizei mit gut 500 Beamten im Einsatz. Die Kollegen in Aachen zählten 235 Einsätze unter anderem wegen Körperverletzungen und Schlägereien. In Krefeld wurde eine 16-Jährige sexuell belästigt.

Im bergischen Voiswinkel fiel ein feiernder 19-Jähriger auf, der noch zwei Wochen Jugendarrest offen hatte - für ihn war Karneval damit bereits zu Ende. Bei vereinzelten Feierlichkeiten im Ruhrgebiet und im Sauerland blieb es nach ersten Angaben der Polizei überwiegend ruhig.