Die Musik lebt weiter Glenn Miller Orchestra in der Halle Münsterland

Von Thomas Wübker

An die goldene Ära des Swing erinnert das Glenn Miller Orchestra am kommenden Dienstag in Münster. Foto: Matthias WulffAn die goldene Ära des Swing erinnert das Glenn Miller Orchestra am kommenden Dienstag in Münster. Foto: Matthias Wulff

Münster. Swing ist in. Junge Menschen tanzen zu der Musik aus den Dreißigerjahren, die unter anderem von Glenn Miller und seinem Orchester gespielt wurde. Daran erinnert am Dienstag, 13. Februar, das Konzert der Big Band des Glenn Miller Orchestras unter der Leitung von Will Salden in der Halle Münsterland in Münster.

„In the Mood“, „Tuxedo Junction“, „Moonlight Serenade“ oder „American Patrol“ waren Hits des Glenn Miller Orchesters, die bis heute weltberühmt sind. Für „Chattanooga Choo Choo“ gewann er am 10. Februar 1942 die erste Goldene Schallplatte der Musik-Geschichte. Wer behauptet, dass Glenn Miller eine Legende ist, der liegt absolut richtig.

Zu seiner Legende gehört auch, dass Glenn Miller am 15. Dezember 1944 spurlos verschwand. Es wird vermutet, dass sein Flugzeug, mit dem er auf dem Weg von Paris nach London war, von Bomben britischer Maschinen über dem Ärmelkanal abgeschossen wurde. Aufgrund des dichten Nebels war die Sicht alles andere als gut.

Millers Erbe wird heute von Will Salden verwaltet. Der niederländische Orchesterleiter hatte in einer Big Band als Pianist gearbeitet und später ein eigenes Orchester gegründet, mit dem er sich schon intensiv mit der Musik Miller befasste. Die Glenn Miller Productions Inc. gab ihm schließlich den Auftrag, mit seiner Band das Glenn Miller Orchestra in Europa und Teilen Asiens zu vertreten. „Die Band hat nach dem Tod von Glenn Miller weiter existiert… Und da diese Musik weltweit gern gehört und geliebt wird, wurde das Ganze von der Glenn Miller Foundation neu organisiert und aufgeteilt“, wird Will Salden in einem Interview auf der Internetseite des Glenn Miller Orchestras (http://www.glenn-miller-orchestra.de) zitiert. Ein Orchester spielt demnach Live-Auftritte in den USA, ein anderes im fernen Osten. Sein Orchester ist eben für Europa und Teile Asiens zuständig. „Ein einzelnes Orchester wäre gar nicht in der Lage, die große Nachfrage nach Live-Auftritten zu bewältigen“, so Salden.

Am 15. Februar ist das Glenn Miller Orchestra in der Glocke in Bremen.

Glenn Miller, Halle Münsterland Münster, Di., 13. 2., 20 Uhr, Eintritt: 37 bis 52 Euro, Tickets erhältlich in den Geschäftsstellen der Tageszeitung, www.deinticket.de oder unter Kartentelefon: 0251/6600-0.