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Großeinsatz der Polizei – Fehlalarm Amokalarm an Gesamtschule in Borgholzhausen

An der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule in Borgholzhausen ist am Montagnachmittag Amokalarm ausgelöst worden. Symbolfoto: Michael GründelAn der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule in Borgholzhausen ist am Montagnachmittag Amokalarm ausgelöst worden. Symbolfoto: Michael Gründel

Borgholzhausen. An der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule in Borgholzhausen ist am Montagnachmittag gegen 15 Uhr Amokalarm über die Lautsprecher ausgelöst worden. Am späten Nachmittag gab die Entwarnung: Fehlalarm.

Einen Amokalarm an der Schule hatte eine Polizeisprecherin unserer Redaktion bestätigt. Es habe aber „keine Hinweise“ auf einen Amokläufer, sagte die Sprecherin. Weitere Auskünfte gab sie zunächst nicht. Nachdem der Amokalarm ausgelöst wurde, rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an; ein solcher setzt automatisch Abläufe in Gang.

Spezialeinheit aus Bielefeld angerückt

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, räumte und umstellte die Schule, teilte sie am Abend mit. Eine Spezialeinheit aus Bielefeld war ebenfalls im Einsatz. Da sich aber keine Hinweise auf einen Amoklauf ergaben, gab die Polizei am Abend Entwarnung. Die Ermittlungen zur Ursache des Alarms liefen am Abend noch, teilte die Polizei mit.

Die Schule besuchen auch einige Kinder und Jugendliche aus dem Osnabrücker Landkreis.

Tür mit Schränken verbarrikadiert

Ein 17-jähriger Schüler der PAB-Gesamtschule aus Bad Rothenfelde berichtet im Gespräch mit unserer Redaktion von einer automatischen Lautsprecheransage, die dreimal vor einer ernsten Situation gewarnt habe. Schüler und Lehrer seien aufgefordert worden, sich in den Klassenräumen zu verbarrikadieren. „Wir haben die Tür dann mit dem Lehrerpult und Schränken verbarrikadiert, uns gesetzt und gewartet“, sagt der 17-Jährige. Ferner hätten die Schüler noch die Jalousien heruntergelassen.

Entwarnung nach einer Stunde

16 Schüler und der Lehrer hätten sich in dem Raum befunden. Der Lehrer habe besonnen reagiert „und uns gesagt, was wir tun sollen“, so der Schüler. Nach etwa 45 bis 60 Minuten habe die Polizei per Durchsage angekündigt, zeitnah an der Tür zu klopfen. Kurz danach klopften Einsatzkräfte an der Tür und ließen die Schüler aus der Schule. Dem 17-Jährigen zufolge waren zahlreiche Polizisten und ein Mobiles Einsatzkommando (MEK) vor Ort.

„Beunruhigt, aber keine Todesangst“

Trotz der möglichen Bedrohung sei keine Panik im Klassenzimmer aufgekommen, versichert der 17-Jährige. Er und andere Schüler seien zwar „beunruhigt“ gewesen; Todesangst habe aber niemand gehabt.


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