Angst der Einzelhändler zerstreut 3,1 Millionen Besucher seit Eröffnung im Bielefelder Loom

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Das neue Shoppingcenter „Loom“ in Bielefeld ist hell und freundlich gehalten. Foto: Nadine GrunewaldDas neue Shoppingcenter „Loom“ in Bielefeld ist hell und freundlich gehalten. Foto: Nadine Grunewald 

Bielefeld. Vor rund zweieinhalb Monaten hat das Loom in Bielefeld eröffnet. Mit den Besucherzahlen ist der Manager des Shoppingcenters mehr als zufrieden. Und auch die Befürchtungen der übrigen Einzelhändler, dass ihnen Kunden weglaufen könnten, scheinen sich bislang nicht bewahrheitet zu haben.

Rund 3,1 Millionen Besucher haben seit der Eröffnung am 26. Oktober 2017 den Weg in das neue Shoppingcenter Loom in der Bielefelder Innenstadt gefunden. „Diese Zahl spricht für das Center, den Standort und die Sogwirkung des Loom auf das Umland“, sagt Centermanager Michael Latz. Allein am Eröffnungstag seien rund 100.000 Menschen dort gewesen. Ein großer Anteil der Besucher komme aus Bielefeld, doch auch aus Herford, Gütersloh, Lippstadt, Paderborn und Osnabrück kämen zahlreiche Leute zum Einkaufen.

Primark zieht viele Kunden an

Zu der hohen Besucherzahl habe auch das Weihnachtsgeschäft beigetragen. „An einem Samstag im Januar wird naturgemäß weniger los sein als an einem Adventssamstag. Aber ich gehe davon aus, dass das Loom ganzjährig ein Anziehungspunkt ist“, sagt Latz.

Eine besonders große Sogwirkung hätten neben dem Ankermieter Primark auch Bershka, Pull & Bear und Toys‘r‘Us. Großer Beliebtheit erfreue sich zudem das Lebensmittelangebot des Supermarktes Rewe, der im Untergeschoss des Centers untergebracht ist. (Lesen Sie auch: So sieht es im neuen Shoppingcenter „Loom“ in Bielefeld aus)

Zwei weitere Eröffnungen

Die meisten Geschäfte hatten bereits zur Center-Eröffnung den Betrieb aufgenommen. Nach der Eröffnung von Bodyattack und Vorwerk im Dezember starten in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres noch ein Fachgeschäft für E-Zigaretten sowie ein Café den Verkauf. Dann sind alle Ladenlokale belegt. Laut Latz wird auch der Foodcourt gut angenommen. Zahlreiche Geschäftsleute aus der Umgebung verbrächten dort ihre Mittagspause. (Hier geht es zum Interview mit dem Centermanager >>)

Mehr Besucher in der ganzen Innenstadt

Die Befürchtungen der in der restlichen Bielefelder Innenstadt angesiedelten Einzelhändler, das Loom könnte ihnen die Kunden abspenstig machen, haben sich aktuell noch nicht bewahrheitet. „Bislang wirkt sich das Center sehr positiv aus. Seit der Eröffnung des Loom hat die Besucherfrequenz in der Innenstadt zugenommen – sowohl in der Bahnhofstraße als auch in der Altstadt“, sagt Thomas Kunz, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Ostwestfalen-Lippe. Er gibt jedoch auch zu bedenken, dass das neue Einkaufscenter derzeit noch viele Neugierige anzöge. Man müsse abwarten, wie die Situation in einem Jahr aussehe. Martin Knabenreich, Geschäftsführer des Bielefelder Stadtmarketing, sieht das ähnlich. „Bielefeld konnte durch das Loom wieder zu den anderen Städten gleicher Größenordnung aufschließen. Es ist ein schöner zusätzlicher Magnet geworden. Aber man muss auch abwarten, ob die Besucherzahl so bleibt“, sagt er. (Weiterlesen: So sah es auf der Loom-Baustelle aus)

Live-Casting im Februar

Damit das Loom weiterhin attraktiv bleibt, sind für dieses Jahr mehrere Aktionen geplant, unter anderem zum Valentinstag und zu Ostern. Am 3. Februar sucht die UFA Talentbase von 14 bis 18 Uhr bei einem Live-Casting Komparsen, Kleindarsteller, Schauspieler und Show-Kandidaten im Loom, im März ist dort eine Modeaktion geplant und am 8. April beteiligt sich das Center am verkaufsoffenen Sonntag in Bielefeld.

Investor ECE hat die City Passage im Jahr 2011 übernommen und umgestaltet. Insgesamt investierte ECE 135 Millionen Euro in das Loom. Zwei Jahre nach Baubeginn im Oktober 2015 eröffnete das Shoppingcenter, in dem auf einer Verkaufsfläche von 26.000 Quadratmetern 110 Geschäfte untergebracht sind.


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