Versicherung beendet Zusammenarbeit Bis zu 300 Millionen Euro Schaden bei Wiesenhof in Lohne?

Von Tobias Schwerdtfeger | 03.05.2016, 14:07 Uhr

Der Brand bei Wiesenhof in Lohne könnte Folgekosten von bis zu 300 Millionen Euro nach sich ziehen. Das berichtet die „Nordwest-Zeitung“ unter Berufung auf eine Schätzung aus Versicherungskreisen.

 Laut Bericht handelt es sich dabei um die maximale zu erwartende Schadenssumme, die das Konsortium an Versicherungen ermittelt hat. Bei ihnen war der Betrieb im Landkreis Vechta versichert. Die Summe umfasst nicht nur den Schaden an Gebäuden und Anlagen, sondern unter anderem auch die Betriebsausfallversicherung, die beispielsweise für anfallende Löhne einspringt. Wiesenhof hatte bereits erklärt, dass die Versicherungssumme die Gehälter nicht abdecke und Kündigungen notwendig seien. (Weiterlesen: Zukunft der Wiesenhof-Beschäftigten noch unklar)

Versicherung kündigt Vertrag

Die Versicherungsgruppe Hannover (VGH) bestätigte der NWZ aus Oldenburg, dass sie als Teil des Konsortiums bei einem Gesamtschaden von 300 Millionen Euro bis zu 21 Millionen Euro zahlen müsse. Bereits beim Brand des Wiesenhof-Schlachthofs im bayrischen Bogen vor etwa einem Jahr musste die VGH nach Angaben eines Sprechers mit 18,5 Millionen Euro einspringen.

Das Vertragsverhältnis zwischen Wiesenhof und VGH sei jetzt beendet worden, so der Sprecher. Für die Schäden in Lohne komme die Versicherungsgruppe vertragsgemäß aber noch auf. Wiesenhof selbst wollte sich dazu auf Anfrage der NWZ nicht äußern.