Verschwundenes Mädchen Der Fall Jenisa: Sieben Jahre Ungewissheit

Von dpa | 10.07.2014, 16:13 Uhr

Vor knapp sieben Jahren verschwand die achtjährige Jenisa aus Jetzt stehen die Ermittler möglicherweise vor der Aufklärung des Falls. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick:

7. September 2007: Jenisa (8) verschwindet. Das Mädchen bricht mittags von seinem Elternhaus in Hannover auf, um seine in der Nähe wohnende Tante zu besuchen, kommt dort aber nicht an.

10. September 2007: An einer Autobahnauffahrt rund 20 Kilometer vom Elternhaus des Mädchens entfernt werden Kinderkleidung und Schuhe entdeckt. Sie stammen von Jenisa, wie die Eltern bestätigen.

18. September 2007: Ein 36-Jähriger aus dem familiären Umfeld wird als Tatverdächtiger festgenommen, es ergeht Haftbefehl. Er hatte sich in Widersprüche verstrickt und kein Alibi für die mutmaßliche Tatzeit vorweisen können.

29. Oktober 2007: Mangels Beweisen kommt der 36-Jährige wieder auf freien Fuß.

16. Januar 2009: Nach dem Sexualverbrechen an der achtjährigen Kardelen aus Paderborn prüft die Polizei einen Zusammenhang mit dem Fall Jenisa.

14. März 2014: In Herford verschwindet der fünfjährige Dano.

4. April 2014: Der Mann, der 2007 vorübergehend in Untersuchungshaft gesessen hatte, gibt zu, Dano getötet zu haben. Er kommt wegen Mordverdachts in Haft.

4. Juli 2014: Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass wieder im Fall Jenisa ermittelt wird. Dano und Jenisa stammen aus Flüchtlingsfamilien aus dem Kosovo.

10. Juli 2014: Die Polizei sucht in einem Waldstück nahe Wunstorf nach der Leiche von Jenisa. Laut „Bild“-Zeitung hat der inzwischen 43-Jährige zugegeben, das Mädchen missbraucht, getötet und die Leiche in einem Waldstück vergraben zu haben.