Streit im Landtag Vogelgrippe in Putenmast in Damme: 8400 Tiere sollen sterben

Von Klaus Wieschemeyer, Klaus Wieschemeyer | 14.12.2016, 10:34 Uhr

Niedersachsen hat einen zweiten Verdachtsfall auf Vogelgrippe in einem Nutzgeflügelstall. Das Veterinärinstitut des Laves bestätigte am Mittwochmorgen um 2.33 Uhr den Verdacht. Die CDU kritisierte Agrarminister Meyer.

In einem Putenhahnbestand in Damme im Landkreis Vechta ist das Vogelgrippevirus H5 nachgewiesen worden. Darüber informierte Landesagrarminister Christian Meyer (Grüne) am Mittwochmorgen den Landtag. Nach Meyers Worten müssen die 8400 Tiere im Bestand gekeult werden. Der Befund ist der zweite amtliche Verdachtsfall in einem Stall in Niedersachsen. „Wie der Erreger in den Stall kam, ist unklar“, sagte Meyer. Der Landkreis hat einen Transportstopp von Geflügel rund um den Betrieb verhängt. (Lesen Sie auch: Vogelgrippe im Landkreis Leer festgestellt) 

Im Landtag kam es zum Streit um das Krisenmanagement Meyers: Der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut Dammann-Tamke kritisierte, das Landwirtschaftsministerium gehe „nie über eine Zustandsbeschreibung hinaus“. Mit der Landesjägerschaft, dessen Vorsitzender Dammann-Tamke ebenfalls ist, habe es bislang keinen Kontakt gegeben. Abgeordnete der Regierungsfraktion wiesen die Vorwürfe zurück: Meyer mache gute Arbeit, betonten sie. Sie kritisierten, Dammann-Tamke missbrauche sein Mandat, um als Präsident der Jägerschaft im Landtag zu sprechen. Der SPD-Parlamentarier Wiard Siebels bot ironisch an, eine „Audienz“ bei Meyer zu arrangieren.