Rohstoffgewinnung Wintershall will weiter Öl in Emlichheim fördern

Von dpa | 25.07.2014, 10:48 Uhr

Das Energieunternehmen Wintershall will noch bis mindestens 2040 in Emlichheim in der Grafschaft Bentheim Öl fördern. Das teilte die BASF-Tochter im Vorfeld des Festakts zum 70. Jahrestag der ersten Ölförderung in Emlichheim mit.

Die erste Bohrung wurde am 4. November 1943 ausgebracht, die Ölförderung selber startete im Mai 1944. Zum Jubiläum öffnet das Unternehmen am Samstag sein Betriebsgelände an der niederländischen Grenze für die Öffentlichkeit zu einem Tag der Offenen Tür.

Da das Öl aus dem Feld sehr zähflüssig ist, wird es mit einem Dampfflutverfahren flüssig gemacht. 300 Grad heißer Wasserdampf wird in die Lagerstätte gepresst, das im Gestein festsitzende Öl erwärmt sich, wird dünnflüssig und kann so leichter gefördert werden. Laut Wintershall stammen drei Prozent des deutschen Jahresölbedarfs aus heimischen Lagerstätten. Verarbeitet wird es in der Raffinerie in Lingen.

Die Niederländer hatten vorübergehend die Ölförderung in der Region eingestellt, sie inzwischen aber wieder neu gestartet. Die Förderung des zähen und klumpigen Rohstoffs war in 90er Jahren zu unrentabel gewesen. Unter Emlichheims Nachbarort Schoonebeek befindet sich das größte Ölfeld Hollands.