Polizei sucht Mörder Podcast "Die Anhalterin - Wer tötete Ute Werner?" - Details zum Fall

Von Dirk Fisser | 02.12.2021, 11:09 Uhr

Wer tötete 1988 die Anhalterin Ute Werner? Bis heute ist der Täter nicht gefasst. Doch die Polizei gibt nicht auf. Wir begleiten die Ermittler in einem Podcast. Hier alle Details zum Fall:

Alle Folgen dieser Serie sind ab dem 04. Dezember um 0 Uhr verfügbar. Sie finden diese dann sowohl am Schluss dieses Artikel als auch auf den Plattformen Spotify, Apple Podcast und überall, wo es Podcasts gibt.

Die damals 22-jährige Ute Werner wollte am Abend des 10. August 1988 vom Rosenplatz in Osnabrück per Anhalterin nach Bad Rothenfelde fahren. Hier wohnte sie bei ihrer Großmutter. Vermutlich gegen 18.30 Uhr stieg Ute in das Fahrzeug eines Unbekannten.

Noch am selben Abend, darauf deuten die rechtsmedizinischen Untersuchungen später hin, wird Ute zunächst vergewaltigt und dann ermordet. Der Tatort befindet sich am Stadtrand von Osnabrück unweit des Franziskushospitals. Dort wird der Leichnam der jungen Frau zwölf Tage später von einem Spaziergänger entdeckt.

Fall Ute Werner im Podcast neu aufgerollt

Unsere Redaktion hat den Mordermittler Uwe Hollmann bei seiner Arbeit begleitet. Er versucht das Verbrechen auch mehr als 30 Jahre nach der Tat noch aufzuklären. In dem vierteiligen Podcast "Die Anhalterin - Wer tötete Ute Werner?" berichten wir ab Samstag, 4. Dezember, von der Arbeit an diesem sogenannten Cold Case.

Wir treffen Freunde von Ute, treffen den pensionierten Ermittler Berndt Klose und sprechen mit der forensischen Psychiaterin Nahlah Saimeh. Der Podcast ist überall dort zu hören, wo es Podcasts gibt oder auf unseren Internetseiten. (Weiterhören: Alle vier Teile des Podcasts ab Samstag, 4. Dezember, hier nachhören)

Im Folgenden einige relevante Details zum Fall, die bei der Suche nach dem Mörder helfen könnten:

Trotz umfangreicher Ermittlungen gelingt es der Polizei in den 80ern nicht, den Täter zu finden. Die Ermittler haben den dringenden Verdacht, dass es sich beim Mörder von Ute Werner, um einen Serientäter handelte, der mehrfach Frauen attackiert haben könnte. Im Zuge der Ermittlungen zum Mordfall Werner meldete sich eine Zeugin bei der Polizei, die angab, im März 1988 unweit des Fundorts der Leiche von Ute Werner Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein.

Sie sei ebenfalls als Anhalterin am Rosenplatz in Osnabrück in ein Auto gestiegen. Der Mann sei dann mit ihr zu dem Waldstück unweit des Klinikums Harderberg gefahren, in dem auch Ute Monate später getötet wurde. Die Frau gab an, der Täter habe sie bedroht. Das Auto sei mutmaßlich so präpariert gewesen, dass das Opfer nicht fliehen konnte.

Mithilfe der Angaben der Frau wurde ein Phantombild des Täters erstellt. Ist dieser Mann auch der Mörder von Ute Werner?

Die damals veröffentlichten Eckdaten:

  • Alter: etwa 35 Jahre alt
  • Größe: etwa 1,85 bis 1,90 Meter groß
  • Statur: kräftig aber nicht dicklich
  • Haare: blond, nach hinten gekämmt
  • Auffälligkeiten: hohe Geheimratsecken, sprach eine süddeutsche Mundart.

Darüber hinaus stellt sich auch die Frage nach dem Verbleib von Utes Handtasche. Der rote Beutel samt Inhalt ist bis heute verschwunden. Mutmaßlich blieb die Tasche im Auto des Täters zurück. Die Tasche ist auf diesem Fahndungsplakat der Polizei zu sehen:

Zeugenhinweise nimmt die Polizei Osnabrück unter der Telefonnummer 0541/3272115 entgegen. Die 1988 von der Staatsanwaltschaft Osnabrück ausgelobte Belohnung in Höhe von 5000 DM hat bis heute bestand. Wer entscheidende Hinweise geben kann, die zur Ergreifung des Täters führen, erhält 2500 Euro.

Hören Sie hier alle Folgen der Podcast-Serie "Die Anhalterin – Wer tötete Ute Werner?":