Keine bundespolitischen Ambitionen mehr Niedersachsen: Pistorius sieht seine politische Zukunft in Hannover

Von Lars Laue | 18.05.2022, 14:11 Uhr

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sieht sich nach der Landtagswahl weiter auf diesem Posten. Das will er sich auch nicht von Gerhard Schröder verhageln lassen.

Trotz der Wahlschlappen der SPD in Schleswig-Holstein und zuletzt in Nordrhein-Westfalen blickt Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius zuversichtlich auf die Landtagswahl in Niedersachsen im Oktober. „Ich gehe davon aus, dass ich auch nach dem 9. Oktober Innenminister sein werde“, erklärte der SPD-Politiker im Interview mit unserer Redaktion selbstbewusst.

„Ich habe durch verschiedene Erlebnisse - gerade schwere Krankheiten wie die meiner 2015 verstorbenen Frau - gelernt, dass man klug beraten ist, sein Leben nicht zu planen.“
Boris Pistorius (SPD)
Innenminister von Niedersachsen

Sehr persönliche Worte

Gleichzeitig betonte Pistorius, dass er nicht über eine berufliche Veränderung nachdenke. Weder in Niedersachsen noch mit Blick auf frühere bundespolitische Ambitionen. „Ich bin Mitglied des Bundesvorstandes der SPD. Das ist eine schöne Aufgabe neben dem Ministeramt und ich fühle mich hier in meiner Heimat Niedersachsen sehr wohl“, sagte er und erklärte auf die Frage nach seiner beruflichen Zukunft im Falle einer Wahlniederlage der SPD: „Ich habe durch verschiedene Erlebnisse - gerade schwere Krankheiten wie die meiner 2015 verstorbenen Frau - gelernt, dass man klug beraten ist, sein Leben nicht zu planen.“

Keine Sorge vor Schröder-Effekt bei Landtagswahl

Angesprochen auf das Festhalten Gerhard Schröders (SPD) an seinen Russland-Kontakten gab sich Pistorius, der der neue Lebensgefährte der ehemaligen Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf ist, zurückhaltend: „Zur Causa Schröder ist nun wirklich alles gesagt. Den Worten von Ministerpräsident Stephan Weil ist nichts hinzuzufügen.“ Negative Auswirkungen auf das Wahlergebnis der SPD bei der Landtagswahl in Niedersachsen befürchtet Pistorius jedenfalls nicht. „Die Menschen können das sehr gut einordnen. Die Niedersachsen schauen ganz genau darauf, wie wir arbeiten.“

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