Landtagswahl Niedersachsen 2022 CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann: Lieber Groko als Schwarz-Grün

Von Lars Laue | 01.10.2022, 01:00 Uhr

Bernd Althusmann, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Niedersachsen am 9. Oktober 2022, kritisiert die Grünen und ruft die Bürger zum Energiesparen auf.

Die CDU in Niedersachsen will im Falle eines Wahlsieges lieber eine Große Koalition mit der SPD als ein schwarz-grünes Bündnis eingehen. „In der derzeitigen Situation erscheint mir eine Große Koalition unter Führung der CDU als ein durchaus geeignetes Modell“, erklärte Bernd Althusmann, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 9. Oktober, im Interview mit unserer Redaktion.

Kritik an den Grünen

„Wir befinden uns in einer schwerwiegenden Krise, in der ich so manche Festlegung der Grünen in Fragen der Energieversorgung und der Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln nicht nachvollziehen kann“, begründete der CDU-Landesvorsitzende seine Haltung. Dennoch halte er die Hürden zwischen CDU und Grünen für „überwindbar“.

„Ich laufe zu Hause ständig hinter meinen Kindern her und schalte das Licht aus.“
Bernd Althusmann
Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl in Niedersachsen am 9. Oktober 2022

SPD liegt weiterhin vor der CDU

Aktuell regiert in Niedersachsen eine Große Koalition unter Führung der SPD. Rund eine Woche vor der Landtagswahl liegt die SPD um Ministerpräsident Stephan Weil einer neuen Umfrage zufolge weiter vor der CDU. Das geht aus dem ZDF-„Politbarometer“ von Freitag hervor, für das die Forschungsgruppe Wahlen insgesamt 1023 Wahlberechtigte befragt hatte. Die SPD käme demnach auf 32 Prozent. Die CDU mit Herausforderer Althusmann steht bei 27 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 16 Prozent und der AfD mit 11 Prozent. Die FDP müsste mit 5 Prozent um den Verbleib im Landtag zittern. Die Linke würde den Einzug mit 4 Prozent verpassen.

Aufruf zum Energiesparen, aber ohne Duschtipps

Althusmann rief die Bürger in dem Interview überdies zum Energiesparen auf. „Von mir wird es keine Waschlappen- oder Duschtipps geben, aber es ist dringend angezeigt, alle Potenziale des Energiesparens auch wirklich zu nutzen“, sagte der CDU-Politiker und fügte hinzu: „Ich laufe zu Hause ständig hinter meinen Kindern her und schalte das Licht aus.“

Für Weihnachtsmärkte und gegen Saunaverbote

Mit Blick auf Weihnachtsmärkte und private Saunen sagte Althusmann: „Ich denke, dass es Weihnachtsmärkte geben sollte und wir jetzt nicht über jede Lichterkette diskutieren müssen.“ Saunen würden angesichts der extrem gestiegenen Gas- und Strompreise vermutlich ohnehin begrenzt benutzt. „Ein Verbot zum Betrieb, wie es etwa beim Heizen privater Pools gilt, brauchen wir meiner Ansicht nach jedenfalls nicht. Jeder weiß um seine persönliche Verantwortung und an die kann ich nur erinnern“, machte der Kandidat um das Amt des Regierungschefs deutlich.

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