Hilfsfonds wird aufgestockt Mehr Geld für ehemalige Heimkinder

Von Uwe Westdörp | 01.09.2015, 17:49 Uhr

Mehr Geld für Heimerziehungsopfer: Die Landesregierung hat am Dienstag beschlossen, die Mittel für den Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ aufzustocken.

Für 2015 und 2016 stellt Niedersachsen zusätzlich 6,9 Millionen Euro bereit, so die Staatskanzlei. Seit 2012 waren zuvor bereits rund 4,5 Millionen Euro aus Niedersachsen geflossen.

Der Fonds, der zu je einem Drittel vom Bund, den westdeutschen Ländern und den Kirchen getragen wird, war ursprünglich mit 120 Millionen Euro ausgestattet. Doch reichten die Mittel nicht aus, allen Antragstellern, Rentenersatzleistungen oder andere Hilfen zu finanzieren. Deshalb wird der Fonds jetzt auf 302 Millionen Euro aufgestockt. 

Bis Ende 2014 haben sich bundesweit 19567 ehemalige Heimkinder bei Anlaufstellen gemeldet, davon 2219 aus Niedersachsen.

Auch die Hilfen für Opfer der Heimerziehung in der früheren DDR sind bereits deutlich aufgestockt worden.