Großeinsatz in Schule 27 Schüler aus Lindern müssen ins Krankenhaus

Von Julia Mausch | 01.12.2015, 15:18 Uhr

Mit Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen sind am Dienstagmorgen 27 Kinder einer Grund- und Oberschule in Lindern in eine Kinderklinik eingeliefert worden. Als Auslöser vermutete die Polizei zunächst ein kaputtes Handwärmekissen, später hieß es, dass keine gefährlichen Stoffe oder Gase festgestellt werden konnten.

An einer Schule in Lindern (Landkreis Cloppenburg) wurde am Dienstagmorgen gegen 11 Uhr vermutlich Reizgas versprüht. Die Ursachen, warum dies geschehen ist, sind aber noch unklar. Zahlreiche Rettungskräfte aus der Region und dem angrenzenden Landkreis Osnabrück wurden zur Einsatzstelle gerufen. Wie die Polizei berichtet, waren insgesamt 50 Schüler im Alter zwischen elf und zwölf Jahren betroffen. 27 von ihnen litten unter Reizungen der Atemwege, bekamen schlecht Luft oder litten unter Hautausschlägen. Fünf Kinder mussten Sauerstoff verabreicht bekommen.

Mutter brach zusammen

Eine Mutter brach sogar auf dem Schulhof zusammen und musste notärztlich versorgt werden. Die Kinder sowie die Frau wurden mit Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser, unter anderem in Kinderkliniken, gebracht. Ein Großaufgebot von Rettungskräften kümmerte sich um die Betroffenen. Unverletzte Kinder konnten von ihren Eltern abgeholt werden. Es besteht für keine verletzte Person Lebensgefahr, so die Polizei weiter.

Suche nach Ursache geht weiter

Feuerwehr und Polizei können aktuell noch nicht sagen, wodurch der Stoff freigesetzt wurde. Nach ersten Vermutungen könnte es sich um ein geplatztes Wärmekissen handeln. Wie die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta weiter mitteilt, hätten Experten der Feuerwehr und der Polizei am Dienstagmittag den Klassenraum, in dem sich die betroffenen Kinder befanden, näher untersucht. „Es konnten objektiv keine gefährlichen Stoffe oder Gase festgestellt werden“, so ein Sprecher.

Kind mit Symptomen nach großer Pause

Bei den weiteren Ermittlungen wurde bekannt, dass ein Kind bereits nach der großen Pause, also gegen 10 Uhr, die ersten Symptome gezeigt hatte. Erst danach zeigten nach und nach weitere Kinder allergische Reaktionen in Form eines Juckreizes. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Kinder im Englischunterricht. Vorsorglich wurde die Schule, in der etwa 400 Schüler von 35 Lehrkräften unterrichtet werden, evakuiert. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.