Gespräche bisher ohne Ergebnis Caritas: Vorerst keine Einigung bei Tarifverhandlung

Von Christof Haverkamp | 08.12.2014, 21:36 Uhr

Die Caritas-Arbeitgeber und Mitarbeiter in Niedersachsen und Bremen haben am Montag bei erneuten Verhandlungen bis zum Abend vorerst keine Einigung erzielt. Sie verhandelten nach wie vor. Die Gespräche für die rund 40000 Beschäftigten in der Caritas-Region Nord führten auch nach stundenlangen Gesprächen zunächst nicht zu einem Ergebnis. Die Fronten bleiben verhärtet.

Die Verhandlungen waren in den vergangenen Monaten bereits mehrfach ohne Einigung vertagt worden. Deutschlandweit hatten sich die sogenannten Dienstgeber und die Mitarbeiter der zuständigen Bundeskommissin des Deutschen Caritasverbandes Ende September auf eine Lohnerhöhung rückwirkend zum 1. Juli geeinigt. Demnach sollten die Beschäftigten drei Prozent mehr Lohn erhalten. In einer zweiten Stufe sollte es eine Lohnerhöhung um 2,4 Prozent ab dem 1. März 2015 geben; falls die erste Vergütungssteigerung geringer als 90 Euro ausfällt, sollte sie zum 1. März 2015 erhöht und darauf dann die zweite Vergütungssteigerung gezahlt werden.

Allerdings galt eine Öffnungsklausel: Regional waren Abweichungen von bis zu 20 Prozent und ab März um 15. Prozent möglich. Die Dienstgeber hatten angekündigt, in Norddeutschland weniger zu zahlen als im Bundesdurchschnitt. Zur Begründung hieß es, angesichts der niedrigen Pflegesätze könnten die tariflich vereinbarten Gehälter nicht durch die Einnahmen der Pflegeheime gedeckt werden.