Geforderte Dienststelle gibt es längst LKA-Chef verwundert und sauer über Kritik an RAF-Fahndung

Von Klaus Wieschemeyer | 29.06.2016, 18:51 Uhr

Die niedersächsische Polizei ist seit Mittwoch schlecht auf den Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter zu sprechen. Der hatte die bisher vergebliche Fahndung nach Ex-Terroristen der RAF kritisiert.

Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Kritik des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) an der Fahndung nach den untergetauchten Ex-RAF-Terroristen zurückgewiesen. LKA-Präsident Uwe Kolmey gab sich „erstaunt und verärgert“, dass sich BDK-Chef André Schulz nicht vorher über den tatsächlichen Sachstand informiert habe. „Dann hätte er erfahren, dass es bereits seit Langem mit dem LKA die von ihm geforderte „übergeordnete Dienststelle“ gibt, sagte Kolmey. „Dies alles übrigens in enger Abstimmung mit der

sachleitenden Staatsanwaltschaft in Verden und auch mit Unterstützung durch

das Bundeskriminalamt.“ Dabei sei es den LKA-Fahndern erstmalig seit drei Jahrzehnten gelungen,

neue Ermittlungsansätze im Fall der gesuchten ehemaligen RAF-Terroristen zu

erlangen.

Schulz hatte am Mittwoch in unserer Zeitung kritisiert, dass keine zentrale Dienststelle den Fall der mutmaßlichen Täuber übernehme. „