Festival in Scheeßel Zehn Dinge, die beim Hurricane 2016 nicht fehlen dürfen

Von Sebastian Philipp, Sebastian Philipp | 23.06.2016, 12:33 Uhr

Am Wochenende steigt in Scheeßel mit dem Hurricane 2016 eines der größten Musikfestivals im Norden. Was dürfen Besucher nicht vergessen? Unsere Redaktion hat aus dem eigenen Erfahrungsschatz die zehn wichtigsten Dinge zusammengefasst.

Auch wenn es nicht so schlimm werden dürfte, wie bei Rock am Ring – das Hurricane besticht nicht durchweg durch brillantes Wetter. So waren vor dem Hurricane 2013 in Osnabrück Gummistiefel nicht mehr zu bekommen. Tagelanger Regen hatte das Festivalgelände und die Zufahrten so vermatscht, dass das Festival zu einer wahren Schlammschlacht wurde. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt daher zu jedem Hurricane sein Paar Gummistiefel mit. Doch Vorsicht: Wer seine Stiefel nachts vor dem Zelt stehen lässt, läuft Gefahr, morgens nicht nur Regenwasser in seinem Schuhwerk zu finden.

Falls es zwischen den Wolken auch mal sonnig sein sollte, ist Hautschutz ratsam. Viel Schatten gibt es auf dem Festivalgelände nicht, es sei denn, man hält sich dauerhaft vor der Zeltbühne White Stage auf. Dies ist wiederum nur für Freunde elektronischer Musik ratsam. Also: Sonnencreme nicht vergessen!

So viele Bands an drei Tagen – wie soll man da nur den Durchblick behalten? Eine wirkliche Hilfe ist die Hurricane-App, die kostenlos im App Store oder im Google Play Store erhältlich ist. Dort findet der Nutzer nicht nur den aktuellen Time-Table, sondern auch Lagepläne, Infos rund um das Hurricane und das kulinarische Angebot. Dosenravioli schmecken nämlich meist nur am ersten Tag.

Damit die App auch am zweiten Festivaltag noch genutzt werden kann, ist die Anschaffung einer Power-Bank durchaus sinnvoll. Zwar gibt es mittlerweile auf dem Festivalgelände Schließfächer mit Steckdose, aber richtig praktisch ist das nicht. Sehr praktisch sind dagegen Akkus mit Solarbetrieb, die sich in der Sonne wieder aufladen.

Vergessen sollte man auch keinesfalls die Erholung. Und wer die auf dem Festivalgelände sucht, ist lange unterwegs. Ein Geheimtipp für Erholungssuchende ist daher das Freibad in Scheeßel, das mit Taxi oder zur Not zu Fuß erreichbar ist. Meist finden sich dort nur eine Handvoll Scheeßeler und noch weniger Festivalbesucher wieder. Neben den sehr erfrischenden Schwimmbecken ist die Mantaplatte im Schwimmbadkiosk empfehlenswert. Wichtiger Hinweis: Der fest installierte Fön funktioniert nur mit 5-Cent-Stücken.

Auch wenn Festivalbesucher mit Ohrenstöpseln immer etwas belächelt werden: Praktikabilität geht vor Sexyness. Außerdem kann man viel besser über das vorangegangene Konzert fachsimpeln, wenn man sich nicht gegenseitig anschreit. Das typische Ohrenfiepen, dass den Hurricaner auch noch Tage nach dem Festivalwochenende begleitet, lässt sich so auch umgehen.

Das bewährte Gaffa-Tape wird bei Festivals zum wahren Tausendsassa: Es repariert Zelte, dient als Umhängeschlaufe für Tetrapacks und in dringenden Notfällen hält es sogar ramponierte Kleidung zusammen.

Wenn es Nacht wird auf dem Festivalgelände, hilft eine Taschenlampe ungemein. Unschöne Verwechselungen wie Senf/Zahnpasta, Wohnwagen/Dixieklo oder Bester Kumpel/Security werden so vermieden.

Wenn alles vorbei ist und alle Festivalbesucher am Montag wieder ins richtige Leben eintauchen, zeigt sich wieder einmal die Wegwerfgesellschaft in ihrer ärgsten Form. Hektarweise Acker sind so vermüllt, dass es Tage dauert, bis alles wieder eingesammelt wurde – bei Wind noch länger. Löblich ist das Verhalten derer, die schon während des Festivals alles in Mülltüten sammeln. Und wenn es regnet, eignen sich die noch nicht gefüllten Exemplare wunderbar als Ganzkörperschutz.

Ein so einfacher wie wichtiger Tipp ist der, das Ticket nicht zu vergessen. Wer erst einmal die beschwerliche Anreise hinter sich gebracht hat und dann bemerkt, dass die Eintrittskarte zu Hause liegt, dürfte sich nicht nur schwarzärgern, sondern auch mindestens den ersten Festivaltag verpassen.