Emsländer dringend tatverdächtig Mord in Bayern: 25-Jähriger in Emsbüren festgenommen

Von Dirk Fisser | 31.07.2014, 17:00 Uhr

Die Polizei hat am Mittwochmorgen in Emsbüren einen 25-Jährigen festgenommen. Er wird verdächtigt, Mitte Mai einen 61-Jährigen in dessen Wohnung im bayrischen Traunreut umgebracht zu haben.

Wie die Polizei in Traunreut mitteilte, war der Emsländer bereits im Visier der 16-köpfigen Mordkommission „Georg“. Laut „Berchtesgadener Anzeiger“ hatte die Polizei ihn bereits vernommen, dann aber auf freien Fuß gesetzt. „Kriminaltechnische Untersuchungen erhärteten nun den Tatverdacht gegen den Mann aus Niedersachsen“, erklärten die Ermittler.

Tatverdächtiger sitzt in U-Haft

Am Mittwoch erfolgte demnach die Festnahme in Emsbüren. Sie sei „relativ unproblematisch“ verlaufen, hieß es. Ein Haftrichter in Lingen habe am Donnerstag Untersuchungshaft angeordnet. Der Tatort liegt aus emsländischer Sicht quasi am anderen Ende Deutschlands: In seiner Wohnung in Traunreut im Landkreis Traunstein nahe der österreichischen Grenze wurde der 61-jährige Richard G. laut „Berchtesgadener Anzeiger“ am 17. Mai tot in seinem Badezimmer gefunden. Rechtsmedizinische Untersuchungen hätten ergeben, dass G. keines natürlichen Todes gestorben war.

Nähere Angaben zur Todesursache haben Polizei und Staatsanwaltschaft bislang nicht gemacht mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen. Ein Sprecher erklärte, der Tatverdächtige, nach dem zwischenzeitlich öffentlich mit Lichtbildern gefahndet worden war, sei nicht geständig. Da die Tür zur Wohnung des Ermordeten bei Eintreffen der Polizei Mitte Mai aber verschlossen gewesen sein soll, gehen die Ermittler davon aus, dass sich Täter und Opfer kannten. Richard G. war laut Polizei als „Flaschensammler“ weit über Traunreut bekannt. Wie er aber mit dem mutmaßlichen Mörder in Kontakt gekommen sein soll, bleibt aber zunächst unklar.

Laut Polizei Traunreut erwartet den Niedersachsen nun eine Verhandlung vor dem Landgericht Traunstein wegen Tötungsdeliktes.