Baustoff-Unternehmer sorgt vor Sievert-Stiftung fördert Kultur und Wissenschaft

23.01.2013, 23:00 Uhr

Der Stiftungsgedanke greift um sich. Waren es in unserer Region anfangs vor allem öffentliche Institutionen wie das Land oder die Sparkassen, die sich als Stifter hervortaten, sind es jetzt zunehmend private Unternehmer. Gestern unterzeichnete der bisherige Alleineigentümer der Sievert AG, Hans-Wolf Sievert, im Osnabrücker Rathaus die Urkunde zur Gründung einer Stiftung, der er 24,5 Prozent seines Unternehmens übertrug.

.

Die „Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur“ hat sich der Förderung von Universität und Hochschule Osnabrück, von regionalen Kunst- und Kulturprojekten und der Völkerverständigung verschrieben. Finanziert wird sie durch die anteiligen Erträge der international tätigen Baustoffgruppe mit rund 1400 Beschäftigten .

Er sei „bekennender Osnabrücker“ und wolle einen Teil dessen, was er in seiner Hochschulausbildung und -tätigkeit genossen habe, an die Gesellschaft zurückgeben, sagte der 71-jährige Stiftungsgründer vor den Gästen der Beurkundungsfeier, darunter die Präsidenten Claus Rainer Rollinger (Universität) und Andreas Bertram (Hochschule Osnabrück). Auch Sieverts Cousin José Joaquín Chaverri Sievert, Botschafter von Costa Rica, war dabei.

Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius nannte Sieverts Stiftungsgründung eine „herausragende Idee“ und bescheinigte dem Initiator „einen besonderen Geist, in die Zukunft zu denken und zu arbeiten“.

25 Jahre Erfahrung

Einschlägige Erfahrungen kann der Vorsitzende der neuen Sievert-Stiftung nachweisen. So ist Hans-Wolf Sievert, Honorarprofessor der Osnabrücker Universität, schon seit 25 Jahren im Senat und Vorstand der Stiftung Niedersachsen tätig und gehört dem Kuratorium der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung an. Deren Vorstandsvorsitzende Gisela Bohnenkamp sieht in Sieverts Stiftung keinen Konkurrenten, sondern einen Partner bei der Förderung junger Menschen.

Mit 51 Prozent bleibt Hans-Wolf Sievert Mehrheitseigentümer der Sievert Gruppe, zu der unter anderem die Trockenmörtelsparte Quick-Mix gehört. Wie die Stiftung halten auch Sieverts Söhne Gerrit und Niklas zusammen 24,5 Prozent der Firmenanteile.