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29.08.2017, 18:34 Uhr KOMMENTAR

Althusmanns Kampfansage an die Grünen

Ein Kommentar von Klaus Wieschemeyer


CDU-Landeschef Bernd Althusmann stellte am Dienstag Barbara Otte-Kinast vor. Foto: dpaCDU-Landeschef Bernd Althusmann stellte am Dienstag Barbara Otte-Kinast vor. Foto: dpa

CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann hat am Dienstag die erste Ministerin seines Schattenkabinetts zur Landtagswahl am 15. Oktober vorgestellt. Die niedersächsische Landfrauenvorsitzende Barbara Otte-Kinast aus Beber bei Bad Münder (Hameln-Pyrmont) soll den jetzigen Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) ablösen.

Bernd Althusmann kann überraschen: Als erste Ministerin seines Schattenkabinetts zaubert der CDU-Spitzenkandidat eine Frau aus dem Hut, die im politischen Hannover bisher kaum jemand auf dem Zettel hatte. Geht es nach Althusmann, soll Niedersachsens Landfrauen-Chefin Barbara Otte-Kinast den grünen Agrarminister Christian Meyer ablösen.

Dass Althusmann zum Auftakt seiner Teamaufstellung eine Frau wählt, war erwartbar. Zu klar hatte sich der CDU-Landeschef zuletzt für ein paritätisch besetztes Kabinett ausgesprochen. Mit der Wahl von Otte-Kinast zeigt Althusmann zudem, dass er nicht abhängig ist von der Fraktion, deren Agrarfachpolitiker nun das Nachsehen haben. Dafür hat der Weil-Herausforderer jemanden gefunden, der sich im Metier bestens auskennt.

Dass er das Thema Landwirtschaft wählt, ist nicht zuletzt eine klare Kampfansage an die Grünen. Die Botschaft ist klar: Die CDU wird sich das Thema Landwirtschaft und ländlicher Raum nicht von den Grünen und schon gar nicht von Meyer wegnehmen lassen.

Die Attacke auf die Grünen kommt nicht von ungefähr: Spätestens seit dem Wechsel von Elke Twesten ist das schon vorher kühle Verhältnis zerrüttet. Kaum vorstellbar, dass die beiden Parteien nach der Landtagswahl ihrer Basis eine schwarz-grüne Koalition vermitteln könnten.


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