Mit Lies und Lübbersmann Müller-Manager sprechen Dienstag mit Weil über Homann

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Der Molkereikonzern Müller hat mit Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies (links) im Ringen um die Zukunft des Lebensmittelherstellers Homann ein Gespräch für Dienstag in Hannover vereinbart. Foto: DPADer Molkereikonzern Müller hat mit Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies (links) im Ringen um die Zukunft des Lebensmittelherstellers Homann ein Gespräch für Dienstag in Hannover vereinbart. Foto: DPA

Osnabrück/Hannover. Der Molkereikonzern Müller hat mit Ministerpräsident Stephan Weil im Ringen um die Zukunft des Lebensmittelherstellers Homann ein Gespräch für den kommenden Dienstag in Hannover vereinbart. Das bestätigten eine Sprecherin der Landesregierung und die Müller-Unternehmensgruppe auf Anfrage unserer Redaktion.

Darauf haben sich Müller- und Homann-Aufsichtsratschef Heiner Kamps mit Weil und Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies am Freitag geeinigt. Zuvor hatte Kamps eine Reihe von Terminvorschlägen für ein Treffen gemacht. An dem Treffen werden neben Kamps weitere Vertreter aus der Unternehmensführung teilnehmen. Gesprächspartner sind neben Weil und Lies auch der Osnabrücker Landrat Michael Lübbersmann, der Dissener Bürgermeister Hartmut Nümann und der Homann-Betriebsrat.

Für Erhalt der Homann-Standorte stark machen

Weil, Lies und die Müller-Manager werden sich über die Zukunft der Homann-Standorte Dissen und Bad Essen-Lintorf unterhalten, an denen 1200 Jobs von den beabsichtigten Werksschließungen betroffen sind. Das Müller-Management plant, die Produktion nach Leppersdorf in Sachsen verlagern. Weil, Lies, Lübbersmann und Nümann wollen sich zusammen mit dem Betriebsrat für einen Erhalt und Ausbau des Standorts Dissen stark machen. Das Ziel des Gesprächs ist es zudem, Informationen über die immer noch nicht offizielle Entscheidung von Müller zu bekommen, die Homann-Produktion nach Sachsen zu verlegen. Zudem wolle Lies „die Vorzüge der niedersächsischen Standorte darlegen“.

Ein bereits vor einer Woche verabredeter Gesprächstermin mit Lies und dem Landrat Lübbersmann war vor einer Woche geplatzt. Lies sah sich daraufhin von Kamps düpiert. Für Landrat Lübbersmann kam die Entscheidung, die Homann-Standorte in Dissen und Bad Essen zu schließen, völlig überraschend. Die Absage eines Gesprächstermins durch die Unternehmensführung bezeichnete er als „mehr als unanständig“ und erwartet von dem Gespräch am Dienstag nun, „dass wir unseren Standortvorteil darlegen können“.

( war vor einer Woche geplatzt.)


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